Mainstreammedien

Die Wahrheitspresse tanzt – Eine Liste des Brexit-Schwachsinns

Der Begriff Lügenpresse wird in Deutschland viel zu gerne und viel zu oft umhergeschwungen. Man redet sich in eine politische Paranoia wenn man ihn zu oft verwendet, denn es ist nun mal so dass nicht jede Meldung  gelogen ist, und dass eigentlich keine Meldung tatsächlich eine Lüge ist, sondern einen Drall kriegt der sie mit den entsprechenden Emotionen versieht und alles Gegenteilige ausgelassen wird. Deswegen bevorzuge ich den Begriff Wahrheitspresse. Die Presse lügt nicht direkt, sie erzeugt nur ihre eigene Wahrheit. Ich bin in der Richtung einiges gewohnt, aber dennoch ist die aktuelle Berichterstattung über den Brexit selbst für mich erschreckend.

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Ich schaue eigentlich keine deutschen Nachrichten mehr. Ich lese sie noch, aber die im Fernsehen kann ich mir nicht mehr antun. Es schadet meinem Blutdruck. Allerdings gibt es genau zwei Situationen zu denen ich es nur wenig vermeiden kann: Sonntags vor dem Tatort und in der Halbzeitpause bei Länderspielen. Da der Brexit genau vor dem Achtelfinal-Wochenende lag, wurde ich Zeuge einer widerlichen Berichterstattung. Es waren nicht nur die Fakten an sich, zu denen komme ich gleich, sondern auch die Art und Weise des Vortrags. Christian Sievers war gestern dran und er moderierte die Brexit-Meldungen mit einem zufriedenen, ja schon fast fiesen Lächeln an. Die Zeit zu der ein Nachrichtenmoderator absolut keine Miene verziehen darf sind sicher vorbei, das akzeptiere ich, aber dass der Mann vom heute nicht gleich singend und tanzend vor Jubel durch das Studio lief, als er verkündete welche Schwierigkeiten die Briten nun hätten und wie viele ihre Stimme angeblich bereuen würden etc., das war alles. Das ist allein schon unverschämt, es wird aber noch schlimmer durch den absoluten Schwachsinn, der danach erzählt wurde. Eine kleine Liste der Brexit-Lügen und -Wahrheiten:

  • Nigels 350-Millionen-Lüge: Mit was für einer Genugtuung wurde diese Meldung in der deutschen Medienwelt breit getreten. Nigel Farage zieht noch am Morgen danach das Versprechen zurück, dass die kompletten 350 Millionen Pfund die man nicht an die EU zahlt ins Gesundheitssystem fließen würden. Schweinerei! Nur… Nigel hat das nie versprochen. Das ganze beruht auf einem extrem perfiden Versuch des britischen Senders itv ihn zu diskreditieren. Dort in der Morningshow wurde er gefragt ob er garantieren könne, dass das Geld ins Gesundheitssystem geht. Er sagte natürlich Nein. Sie warfen ihm vor gelogen zu haben und er verteidigte sich ganz korrekt damit, dass man ihn nicht in die offizielle „Leave“-Kampagne von Boris Johnson gelassen hat, welche dieses Versprechen abgegeben hatte, und dass seine eigene Kampagne so etwas nicht versprochen hatte. Dennoch verbreitete sich die Meldung wie ein Lauffeuer durch Europa. Völlig unkritisch und ohne die Berichterstattung über Nigels direkte Widerlegung des Vorwurfs noch in der Sendung. Man versuchte noch, unter Berufung auf die britische Zeitung „The Independent“ zu konstruieren, dass er es sehr wohl in einer Debatte versprochen hat, doch selbst da sagt er nur, dass das Geld im eigenen Land ausgegeben werden kann und zählt unter anderem Krankenhäuser und Ärzte auf.
  • Das Wiederholung des Referendums: Auf einer Internetseite für Petitionen an die britische Regierung haben über 3,5 Millionen Menschen unterschrieben um noch einmal abstimmen zu können. Wie glücklich und zufrieden berichtet man darüber in den deutschen Medien. Hallelujah, es gibt noch ein paar Rechtgläubige auf der Insel und nicht nur Heretiker! Nur gibt es einige Probleme mit dieser Petition. Erstens stammen nur rund 10% der abgegebenen Stimmen aus Großbritannien, also knapp 400.000, andererseits manifestiert sich in den anderen Stimmen auch nicht die Hoffnung der anderen Europäer die Briten noch zu überzeugen. Schaut man in die Rohdaten zeigen sich Anomalien wie Stimmen aus der Antarktis oder 50.000 Stimmen aus dem Vatikan. Zuerst in Internetmagazinen, dann in der britischen Medienwelt hat sich rumgesprochen: Die Unterschriften sind zu einem guten Teil ein Hoax des berüchtigten Boards 4chan, sogar die entsprechenden Skripte wurden dokumentiert. Doch nach Deutschland scheint sich, was in Großbritannien schon flächendeckend Schlagzeile ist, nicht rumgesprochen zu haben. Man feiert tatsächlich die Millionen als Zeichen. Aber für was bitte? Dafür dass 3,5 Millionen Briten gegen den Brexit sind? Ok, das wussten wir schon, es waren sogar über 16 Millionen Briten dagegen, nur waren über 17 Millionen dafür. Ein Spaßvogel hatte schon eine (inzwischen entfernte) Petition für die Wiederholung der Schlacht von Hastings 1066 erstellt.
  • Die schottische Stimme: Die große Hoffnungsträgerin der deutschen Medien heißt Nicola Sturgeon, auch wenn sie bis gestern kaum jemand hier kannte. Sie ist die erste Ministerin, also Regierungschefin, Schottlands und verwaltet die ziemlich Autonomie Region im Norden des vereinigten Königreiches. Sie fordert nun ein erneutes Referendum über schottische Unabhängigkeit, spekuliert auf die Möglichkeit mit der das schottische Parlament ein Veto gegen den Brexit einlegen könnte, oder dass Schottland in der EU bleibt. In Deutschland wird sie damit als Hoffnungsträgerin dargestellt, in der Realität hat nichts davon eine Berechtigung. Das neue Referendum soll auf der Grundlage geschehen, dass sich seit der letzten (gescheiterten) Abstimmung über schottische Unabhängigkeit 2014 die Rahmenbedingungen geändert hätten. Das ist Unsinn. Das EU-Referendum war zu dem Zeitpunkt schon über ein Jahr angekündigt. Die Möglichkeit eines Austritts war also schon Rahmenbedingung. Abgesehen davon haben 2 Millionen Schotten für den Verbleib im UK gestimmt, aber nur 1,6 Millionen Schotten stimmten für den Verbleib in der EU.
    Auch ein Veto des schottischen Parlaments ist schlichtweg undenkbar, es ist nämlich nicht zuständig. Zwar liest Nicola Sturgeon die Gesetzeslage so, dass sie in Sachen der EU ein Veto einlegen dürfen, das ist aber eine sehr großzügige Interpretation eines Gesetzes, dass das schottische Parlament zwingt bei ihren Gesetzen darauf zu achten, dass EU-Vorgaben nicht gebrochen werden. Beim Brexit gibt es kein Mandat.
    Was eine eigenständige Mitgliedschaft in der EU angeht… Rein theoretisch wäre das möglich, wie auch die Faröer und Grönland, formell ja dänisch, gegenüber der EU eigenständig sind, aber dafür müsste eine völlig neue Verfassungssituation entstehen.
  • Die Rentner haben es den Jungen versaut: Je älter der Durchschnitt in einem Wahlbezirk, desto eher war er für den Brexit. Auch alle vorherigen Umfragen haben bestätigt, dass die 18-24jährigen am ehesten für Remain und die 60+ Generation am ehesten für den Brexit war. Jetzt heißt es, dass die Alten eine Entscheidung getroffen hätten, mit der sie am wenigsten lange leben müssen. Da muss die Frage erlaubt sein: na und? Ganz abgesehen davon, dass auch alte Leute das Recht haben ihre letzten Jahre (was ja auch nicht wenige sind) selbst zu bestimmen, so wäre das so oder so passiert. Man stelle sich vor die Verhältnisse wären anders gewesen, wenn die Alten hauptsächlich Remain gewählt hätten, auch dann hätten sie eine Entscheidung getroffen mit der sie weniger lange leben müssen als die Jungen.
    Aber auch sonst ist diese Diskussion an Arroganz einer jungen Generation kaum zu überbieten. Denn es ist gerade die Generation 60+, die schon einmal abstimmen durfte und 1975 mit zwei Dritteln für den Eintritt in die EWG waren. Dann hatten sie 40 Jahre lang Zeit sich die Entwicklung hin zur heutigen EU anzuschauen und aus dieser Erfahrung ziehen sie mehrheitlich den Schluss: Weg damit! Die Jungen sind jünger als der Maastrichter Vertrag und glauben die allein selig machende Weisheit zu besitzen. Übrigens haben auch die jüngsten Wähler noch über die Zukunft aller z.B. noch ungeborenen Briten abgestimmt, wenn man dieser Logik folgt.
  • Die Apokalypse der britischen Wirtschaft: Das Pfund fällt und fällt und fällt… Gott sei Dank müsste man meinen, hört man doch von der deutschen Presse immer wieder wie schlimm eine Rückkehr zur D-Mark mit hohem Wechselkurs für die Wirtschaft wäre. Nimmt man das als Ansatzpunkt, dann kann der britische Export nur gewinnen, es sind die Importe die verlieren. Aber das Pfund verliert vor allem gegenüber dem Dollar, und die USA sind die Hauptexportziel der Briten. Generell ist der britische Export der neuntgrößte auf der Welt. Das müsste ihnen also helfen. Importiert wird von den Briten vor allem aus Deutschland, aber da auch der Euro derzeit ins Rutschen gerät ist das Pfund sogar seit 2010 immer noch über 10% im Plus gegenüber dem Euro und immer noch deutlich mehr wert. Das soll nicht heißen, dass wirtschaftlich alles super bleibt. Im Gegenteil, es kommen Schwierigkeiten auf die Briten zu, doch das Bild ist differenzierter als es zunächst scheint. Auch ist das abstürzende Pfund nicht die gerechte Strafe für die dummen Briten, wie es im Unterton aus dem deutschen Pressewald schallt, denn die Brexit-Kampagne hat es nie geleugnet. Sie hat von vorneherein auf wirtschaftliche Schwierigkeiten hingewiesen und erklärt, dass sie erstens nicht so hart werden wie die Gegner sagen, und andererseits es wert sind, wenn man dafür dann Dinge wie nationale Souveränität zurück gewinnt. Außerdem ist der Pfund-Crash zumindest in Teilen nicht Konsequenz des Brexits an sich, sondern der Tatsache, dass die Umfragen und Wettquoten alle einen Verbleib vorhergesagt hatten, darauf spekuliert wurde und nun die panischen Abverkäufe stattfinden.
    Aber die Wirtschaft eines Landes ist nicht nur der Kurs ihrer Währung. Der FTSE 100, der britische Börsenindex, hat, auf eine Woche gesehen, gerade mal 1,1% verloren, eine wirtschaftliche Apokalypse sieht anders aus.

Wohin man schaut, die deutschen Mainstream-Medien, die Wahrheitspresse spuckt Gift und Galle. Man fragt sich warum die Briten so dumm sein konnten, überlegt sich ob alte Leute wählen dürfen sollten, stellt Leute die nicht gewählt haben als Opfer dar… Es ist bezeichnend. Erstens für die religiöse Verehrung die man der EU angedeihen lässt, zweitens für die Prinzipienlosigkeit einer politisch-medialen Klasse, die sich sonst schnell auf Großkonzerne und Banken einschießt, dann aber die Briten belehren will sie soll das Beste für Großkonzerne und Banken tun, drittens für die vollkommen salonfähige Verachtung für demokratische Prozesse, und schließlich die Bereitschaft unverhohlen ganze Völker und Bevölkerungsgruppen zu beleidigen und für unmündig zu erklären. Eine Schande.

 

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Immer demonstrieren die Falschen – Das linke Urtrauma

In den letzten Wochen und Monaten, gerade kurz vor Jahresende, lief der reinste Propagandakrieg gegen den Osten. Sowohl den Deutschlands, als auch den Europas. Die Ossis sind alle Nazis, kaum integriert, eigentlich auch Flüchtlinge, schädlich für das Bild Deutschlands, ein Problemfall. Die Polen, die Tschechen, die Ungarn, allesamt böse Nazis und Fremdenfeinde, Anti-Europäer, Gefährder der goldenen Zukunft. Auch wenn, aus gegebenen Anlässen, diese mal mehr oder weniger sachlichen Abrechnungen jetzt öfter kommen, sie sind nicht neu und sie sind Teil des alten Urtraumas der Linken. Nämlich dass sie ihre Revolution nie hatten, sondern dass im Gegenteil immer die „Falschen“, immer die anderen auf der Straße Erfolge gefeiert haben. Die beleidigten Wichtigtuer schlagen nun mal wieder wütend um sich. Die Wurzeln dieser Wut liegen tief.

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Wer an den Kommunismus, bzw. den Sozialismus glaubt, der glaubt nicht nur an ein Wirtschaftssystem, oder eine Gesellschaftsordnung, nein der glaubt an ein Naturgesetz an das alle anderen nicht glauben. Marx lehrte, dass der Geschichte ein ehernes Gesetz zu Grunde liegt. Eine lange Abfolge von Revolutionen, grob gesagt Knecht gegen Herr, führt auf lange Sicht zum Paradies des Kommunismus. Das ist nicht Wunsch, das ist so, das muss so kommen und es kann höchsten ausgebremst werden, nicht gestoppt. Ich habe darüber schon einmal detailierter geschrieben. Wer also gegen diese unweigerlich fortschreitende Entwicklung Stimmung macht, sie gar versucht aufzuhalten, der ist für die Linke so verrückt, wie jemand der sich mit einem STOP-Schild vor eine Lawine stellt. Zugleich muss es wahnsinnig frustrierend sein nun schon seit über 150 Jahren auf die Weltrevolution zu warten und dabei auch noch ein kommunistisches Regime nach dem anderen fallen zu sehen. Ein besonderes Schmankerl sind Ausgaben des kommunistischen Manifests, die noch alle Vorwörter alter Ausgaben beinhalten. Mit jeder neuen Ausgabe wird zunächst von Marx und Engels selbst und dann von ihren Jüngern die Revolution als kurz vor der Tür beschrieben. Wie gesagt, seit 150 Jahren.

Eine Krise nach der anderen fegte durch den kapitalistischen Westen, Weltkriege, Bürgerkriege, nur die Weltrevolution blieb aus. Selbst die kleinen Revolutionen kamen nicht. In Deutschland verlor sich der Arbeiter im Kaiserreich lieber in patriotischem Taumel, schoss auf Grund von Nationalität auf den Klassengenossen im Schützengraben gegenüber, statt auf die „Ausbeuter“. Nur einmal gab es eine echte Chance auf eine Revolution wie vorhergesagt, 1918 im zerfallenden Kaiserreich. Weit kam sie nicht, eine deutliche Mehrheit aller Klassen und Berufsstände stand auf Seiten der Demokratie und schlug die diversen sozialistischen Experimente schnell nieder. Gleichzeitig war Lenins Erfolg zugleich ein massives Eingeständnis des Scheiterns. Die Erkenntnis, dass eine Avantgarde die Revolution quasi erzwingen muss, widerlegt schon an sich alles was Marx jemals gesagt hat. Wer den Sozialismus heute noch als Ziel akzeptiert, der muss diese Widersprüche ignorieren.

Dass die osteuropäischen und asiatischen Diktaturen von Moskaus und Pekings Gnaden brutale, totalitäre Systeme waren, das konnten sich die wahren Gläubigen während des Kalten Krieges noch schön reden. Es sei Propaganda, es sei zum Aufbau des Sozialismus nötig, es sei die leider nötige Diktatur des Proletariats, etc. Aber ab 1989 war das nicht mehr wirklich möglich. Die Träumer, die jeden Tag den Aufstand der Arbeiterklasse im Westen herbeigesehnt hatten, mussten plötzlich im Fernsehen echte Volksaufstände ansehen, ausschließlich gegen den Sozialismus. Dazu auch noch für die todgesagte Idee der Nation, sowie für den schon als Schimpfwort verwendeten Liberalismus. 1989 ist das Urtrauma der Linken, als alles was sie erhofft hatten, also der Aufstand der Massen, genau für das „Falsche“ stattfand. Aus dieser Zeit stammt die tiefe Verachtung nicht nur gegen die Osteuropäer, welche die sowjetischen Segnungen gegen knallharten Anti-Kommunismus tauschten, sondern auch gegen ihr eigenes Volk, dass Nation über Klasse und Kapitalismus über Kommunismus wählte und die Frechheit hatte dies auch noch in aller Öffentlichkeit zu feiern. 1989 war peinlich, schmerzhaft, entwaffnend und brutal für die Linke. Sie hat ihrem Volk bis heute nicht vergeben.

Und heute ist es wieder so weit. Die ganzen 25 Jahre der Einheit waren nicht genug um die Deutschen einmal dazu zu kriegen richtig ihren Arsch hoch zu bekommen. Der kurzzeitige Protest gegen Hartz IV, aus dem die Linkspartei hervorging, war es auch schon. Abgesehen von seiner Erfolgslosigkeit, blieb er auch klein und auf das alte Klientel beschränkt. Die Grünen hatten da schon mehr Einfluss, aber auch da, wenn man es mit viel sozialistischem Wohlwollen interpretiert, blieb höchstens der vergrößerte Einfluss auf die Industrie durch den Staat als Verdienst. Die Linke auf der Straße blieb vor allem durch die Chaostruppe der Antifa präsent und so auch im Gedächtnis der Öffentlichkeit. Die Revolution von links beschränkt sich seit Jahren auf ein paar eroberte Gebiete um die Rote Flora.

Aber jetzt geht man auf einmal wieder auf die Straße, nur schon wieder falsch. Nicht für den Sozialismus oder sonstige Utopien, sondern für Ideen wie die Einhaltung von Recht und Gesetz, für das Selbstbestimmungsrecht des Staatsvolkes, für ganz neue Bewegungen und Parteien rechts der Mitte. Und was sie am wenigsten leiden kann ist, dass die Leute auf der Straße sich schlicht und einfach nicht an die linke Propaganda halten können. Es sind keine stumpfen braunen Deppen, die Jagd auf Ausländer machen. Es sind durchgehend friedliche Demonstrationen, jedes Mal wird das Verfahren wegen Volksverhetzung eingestellt, der Verfassungsschutz bestätigt ein ums andere Mal die Ungefährlichkeit.

Die Demonstranten von PEGIDA, Bürgerbündnissen, der AfD etc. sind aus Sicht der Linken nicht nur einfach politisch falsch, oder der „Gegner“, es sind Frevler an der unsterblichen und ehernen Gesetzmäßigkeit des Marxismus, bewusst oder unbewusst. Und da nicht sein kann was nicht sein darf, so werden Fakten geschaffen. Durch tendenziöse Berichterstattung, durch unfaires Schneiden und Kürzen, durch die ständige (und nie beantwortete) Gewalt der Antifa, die provozieren soll. Ganz aktuell durch einen so ungeheuerlichen Vorgang, dass ihn nur die deutsche Presse verschweigen kann: Ein Mann mit offiziellem Presseausweis hat in Köln auf der Demo mindestens einen der Böller geworfen, die zum Abbruch der Demo führten.
Wir leben in interessanten Zeiten. Die Linke wird es uns nie verzeihen, dass wir auf die Straße gehen und so lange der Journalismus so links ist wie er ist, wird es nicht einfacher werden. Es ist wichtig zu verstehen welche Motivation hinter den linken Rundumschlägen steckt. Es ist frustrierend, auch für uns, wie wenig argumentativen Spielraum dieser blinde Glaube an Marx uns lässt.

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1000 kleine Schritte

Wenn Politik Krieg ist, dann sind die Medien die Luftunterstützung. Ohne sie geht nichts. Absolut nichts. Egal wie viele, egal wie gut ausgerüstete und egal wie gut motivierte Soldaten man in die Schlacht führt, ein oder zwei Überflüge mit Streubomben und es regnet Stahlsplitter und Körperteile. Die Argumente unsere Sache können gegen den Irrsinn, den die Politik, nicht nur in Deutschland, sondern auch in der gesamten westlichen Welt, verzapft nur gewinnen. Wer sich unsere Staatsschulden, die Arroganz der politischen Klasse, die nicht enden wollenden Vorschriften und Regulierungen aus Brüssel anschaut, der kann nicht, nein der muss sehen, dass wir Recht haben. Dieses hochnäsige grün-linke Denken, dass man den Bürgern besser vorschreiben kann was sie zu tun und zu lassen haben, wofür sie ihr Geld ausgeben können und wofür nicht und was sie verdammt noch mal zu denken haben und was strengstens verboten ist, ist aber genau im Interesse der politischen Luftwaffe. Denn wer glaubt er habe das Recht zu dieser Bevormundung und natürlich auch die höhere Weisheit dazu, der wird naturgemäß in die Politik, oder in den Journalismus gehen. Und so entsteht der linskversiffte Haufen von Schreiberlingen und Oberlehrern, den wir mit unseren GEZ-Gebühren auch noch füttern müssen – Verzeihung, ich meine natürlich mit der Demokratieabgabe. Und in den privaten Medien ist es ja nicht viel besser, nur etwas schlechter bezahlt und mit mehr Titten. Die üblichen Rufmordkampagnen gegen Autoren wie Sarrazin und gegen Parteien wie die AfD, oder gegen Zeitungen wie die Junge Freiheit, dass sind die Luftschläge. Gegen unsere Argumente können sie nur gewinnen, wenn die Medien alles totschweigen das uns nützt und alles übertreiben oder gar erfinden das uns schadet. Ein ungefilterter Zugang zu Informationen für nur ein Jahr und die AfD würde die Regierung stellen, die Junge Freiheit würde die taz schlucken und Akif Pirincci hätte eine Talkshow im ZDF. Wie schlagen wir ihre Lufthoheit?

 

Der Aufwand und die individuellen Leistungen kann man nicht jedem vorschreiben. Jeder kann etwas anderes, jeder ist eher extrovertiert oder introvertiert, jeder hat anderen Zugang zu Technik und jeder hat mehr oder weniger Zeit um sich politisch zu betätigen. Entscheidend ist aber, dass alle sich beteiligen. Nicht jeder wird den ganz großen Wurf schaffen, tatsächlich wird das kaum jemand, aber jeder kann seine Aufgabe finden. Denn die linke Medienwelt ist gigantisch und vielfältig. Wem die Süddeutsche nicht gefällt, der liest Spiegel. Wer Volker Pispers nicht witzig findet, der guckt Hagen Rether und wer sich das dümmliche Gegrinse von Cherno Jobatey im ZDF nicht antun will, der genießt das dümmliche Gegrinse von Reinhold Beckmann in der ARD. Egal wer sich links informieren will, oder es nicht anders kennt, er findet immer eine Alternative. Aber wem Sarrazin zu trocken ist und gleichzeitig Akif Pirincci zu vulgär… nun der kann höchstens noch Broder lesen, dann wirds schon dünn bevor wir die wirklich unterhaltsamen, oder etablierten Autoren verlassen. Wer das eine Video, die eine Info-Grafik, den einen Blog oder das eine Buch nicht mag, der muss bei uns hundert Alternativen finden. Jede ein wenig persönlich anders, aber alle im Großen und Ganzen konservativ. Deshalb hier einige Vorschläge nach der Methode „Wenn das nicht geht, dann machen sie…“:

– Ein Youtube-Video sagt mehr als alle Worte die darin gesprochen werden. Ein aufgeräumter Hintergrund und eine gute Ton- und Bildqualität sind in der Regel genug um auch ohne größere Special Effects ein unterhaltsames Video zu machen. Ein kurzer, persönlicher Kommentar zu einem tagespolitischen Thema, eine tiefgründige Einsicht in konservative Kernthemen, parteipolitischer Wahlkampf. Alles lässt sich hier wahnsinnig einfach gestalten. Mit der in Laptops integrierten Webcam wird es außerdem sehr leicht ein Skript vorgefertigt auf dem Bildschirm anzulegen und dann sympathisch und möglichst deutlich vorzulesen. Simple Videobearbeitungsprogramme stehen kostenlos zur Verfügung und können dann noch dem versierteren Hobbyfilmemacher bei der Post-Production helfen.

– Wer sich nicht vor die Kamera traut, der kann immer noch einen Text aufsprechen und mit einer thematisch passenden Diashow unterlegen. Auch hier helfen die Bearbeitungsprogramme.

– Klar, nicht jeder will auch seine Stimme online haben. Aber auch hier liefern Blogs und Facebookseiten eine perfekte Möglichkeit zu arbeiten. Was Blogs angeht kann ich nur herzlichst wordpress empfehlen, aber auch auch andere Dienste wie Blogspot sind sehr einsteigerfreundlich. Genau wie bei den Youtube Videos geht es vor allem darum Inhalte zu bringen. In persönlichen Varianten. Niemand schreibt uns vor was und wie wir zu schreiben haben, aber wenn Sie diesen Blog lesen, dann werden unsere Meinungen ja nicht zu weit auseinander gehen. Wer sich gut auskennt, der kann grundsätzliche Texte schreiben, aber auch Kommentare zur Tagespolitik gehen immer gut. Man muss sich auch nicht schämen Texte von anderen als Inspiration zu nehmen, denn der selbe Inhalt kann einem grundsätzlich interessierten Leser verschlossen bleiben, wenn dieser schon vom Stil abgeschreckt wird. Zwei Blogs weiter findet er dann Ihren Blog und der Stil gefällt mehr, der Inhalt kommt durch. Facebookseiten wiederum leben von Bildern. Auch hier ist es kein Problem Bilder anderer Seiten zu nehmen. Markante Sprüche, Infografiken, Entlarvte Kampagnen und Lügen, alles bietet sich hier an. Und wenn 100 Seiten das selbe Material verbreiten ist es egal. Es bedeutet 100fache Chance auf uns aufmerksam zu werden.

– Wer das nicht machen will, der kann schlicht und einfach die fertigen Ergebnisse teilen und weiterverbreiten. Wichtig ist es diese natürlich auch zu lesen. Wer sich jeden Tag eine halbe Stunde (besser nicht vor dem Einschlafen) im Internet an politischen Diskussionen beteiligt, der hilft bereits enorm. Jeder hat irgendein Forum, oder eine Facebookgruppe, egal zu welchem Thema. Gehen Sie in die Off-Topic-Sektion, wenn es nicht so oder so ein politisches Forum ist. Dort laufen immer tagespolitische Diskussionen. Gehen Sie rein und posten Sie Antworten, oder einfach nur passende Links. Nicht nur ist jedes Mal eine Chance, dass jemand überzeugt wird (auch wenn das eher selten ist), es ist auch eine große moralische Stütze, für die, die bereits unsere Seite in den Diskussionen einnehmen und dies oft ohne Fakten als Grundlage.

– Eine weitere Maßnahme eignet sich für alle mit einer guten Handykamera oder einer Digitalkamera. Jedes Mal wenn irgendwo eine Lesung eines politisch inkorrekten Buches stattfindet, oder ein Politiker der AfD spricht, oder eine Demo für das Leben, gegen den Euro oder Genderwahn, dann gehen Sie raus und filmen Sie. Alles, die gesamte Veranstaltung, jedes Wort, dass sie einfangen können. Ständig werden uns Worte in den Mund und Taten in die Hand gelegt, die schlicht und einfach nicht passiert sind. Man wird uns als Hetzer, Rechtspopulisten und natürlich Nazis bezeichnen, während man von spuckenden, pöbelnden und nicht selten zuschlagenden Gegendemonstranten als „aufrechte Bürger“ sprechen wird. Ihr Video zeigt das Gegenteil. Schicken Sie es an Blogs, Internetseiten, Gruppen etc. die sie für kompetent halten das Material zu verwenden.

 

Niemand, dem die Politik und Gesellschaft unseres Landes am Herzen liegt, hat eine Ausrede nicht zumindest eine dieser Maßnahmen zu ergreifen. Denn das wichtigste ist, dass wir auf so viele Möglichkeiten wie es nur geht zurückgreifen können, um schnell jeden erlogenen Vorwurf entkräften zu können und auf jede Frage eine Antwort zu haben. Nicht zuletzt hilft es uns moralisch auch unsere Seite immer häufiger vertreten zu sehen. Vielleicht gewinnen wir nicht die totale Lufthoheit, aber der Himmel gehört ihnen nicht mehr.