Autor: haroldblack

Kindesmissbrauch auf Youtube, Analsex in der Teen Vogue – Es muss ein Ende haben

Es gibt nicht mehr viel in dieser Gesellschaft, dass mich noch wirklich überrascht. Ich bin es gewohnt, dass jede der noch kürzlich als allgemeingültigen Ideen von Anstand und Moral nicht nur erodiert, sondern auch mit offensichtlich klarem Vorsatz zerstört wird. In vielen Fällen überstimmt meine libertäre Seite dabei meine konservative Seite. So lange es keinen Einfluss auf Dritte hat, können Menschen machen was sie wollen, auch wenn mich bestimmte Dinge ganz grundsätzlich stören. Zum Beispiel wenn jedes Jahr meine Innenstadt am Christopher Street Day zum Jahrestreffen der Exhibitionisten wird, dann habe ich ein Problem damit. Was aber erwachsene Menschen in ihren eigenen vier Wänden einvernehmlich wem wo hinstecken ist mir egal. Aber da ist schon der Knackpunkt: Erwachsene. Denn gestern lief mir ein Video über den Weg, dass man gesehen haben muss um es zu glauben. „Parents Explain Masturbation“ ist genau das wonach es klingt.

„Parents Explain Masturbation“ ist ein haarsträubendes Video. Nicht nur, dass man es für absolut in Ordnung hielt Kinder (und wir sprechen hier von Kindern, nicht Jugendlichen) in dieser Art vorzuführen, während man es gleichzeitig für nötig erachtete eine Altersbeschränkung für das Video und eine Verpixelung eines Dildos vorzunehmen. Dramatisch ist der Umgang mit den Kindern selbst. Die Eltern (am schlimmsten die Frau im weißen Top und die Frau in der roten Jacke) drücken das für die Kinder offensichtlich sehr unangenehme Thema mit aller Vehemenz weiter voran. Masturbierst du? Masturbierst du? Du kannst es mir sagen. Masturbierst du? Immer wieder halten sich die Kinder die Augen zu, rutschen spürbar peinlich berührt auf ihrem Platz herum, sagen nichts oder „Mamaaaaa…“. Man spricht von „Adult Toys“ und stellt diese dann Kindern hin. Das ganze natürlich nicht im Rahmen eines vertraulichen Eltern-Kind-Gespräches, was zwar auch noch unangemessen wäre, aber immerhin in einem geschützten Umfeld, sondern in der Öffentlichkeit von derzeit etwas unter einer Millionen Klicks. Stellt man dieses Video in den Kontext von vorangetriebener Frühsexualisierung in Schulen und Kindergärten, der zunehmenden Zahl an Kindern die schon vor der Pubertät von ihren Eltern Hormontherapien und Geschlechtsumwandlungen erlaubt bekommen, und Artikeln wie eine Einführung in die Welt des Analsex in der Teen Vogue, sieht man, dass hier etwas gehörig falsch läuft in unserem Umgang mit Kindern. Es gibt nämlich einen Grund dafür, dass es Altersgrenzen für die im weitesten Sinne sexuelle Interaktion von Erwachsenen und Minderjährigen gibt, und der Grund ist nicht, dass wir bigott sind und uns die Idee unserer Kinder und Sex anekelt oder Angst macht.

Jede Beziehung zwischen Erwachsenen und Minderjährigen ist immer und automatisch von einem Autoritätsgefälle charakterisiert. Das heißt, dass Erwachsene grundsätzlich für Kinder eine Autorität darstellen. Sie wissen mehr, dürfen mehr, haben mehr Wohlstand, Dinge und Erfahrungen. Diese Denkweise ist nicht nur kulturell bei allen Völkern und Zivilisationen verstärkt, sondern auch angeboren. Keine Spezies verbringt so viel Zeit mit der Aufzucht der nächsten Generation, Kinder sind programmiert von den Erwachsenen zu lernen und erkennen daher grundsätzlich deren Taten und Aussagen als korrekt an. Auch Kinder die als ungezogen oder grundsätzlich nicht autoritätshörig gelten, wissen um diesen Umstand. Wer auf dem Schulhof prügelt weiß, dass er es besser nicht direkt vor den Lehrern macht und kriegt einer der zum Beispiel selbst oft Schläge verteilt mal was zurück, rennt er schnell zu Lehrer/Eltern/Erziehern etc. Nein, auch die Kinder die sich im Allgemeinen nicht daran halten, erkennen zumindest formal die Autorität der Erwachsenen an. Hinzu kommen noch einmal spezielle Gruppen von Erwachsenen, die besondere Autorität haben, über die man lernt, dass sie besonders vertrauenswürdig sind. Das sind zum Beispiel die Eltern, Lehrer, Sporttrainer, Ärzte, Polizisten, Krankenschwestern, nahe Verwandte, usw.

Das Resultat dieses Autoritätsgefälles ist erdrückend wenn man sieht wie es gerade für Sex missbraucht werden kann, denn allgemein könnte man ja erwarten, dass die Missbrauchten am längeren Hebel sitzen. Einen Pädophilen erwartet die absolute Hölle im Gefängnis, Verlust der Existenz und falls vorhanden der Beziehung, sowie vollständige gesellschaftliche Ächtung schon beim reinen Vorwurf. Das Opfer erwartet Therapie, Mitgefühl und Aufmerksamkeit. Aber dem ist nicht so. Den allermeisten Tätern gelingt es ihre Opfer psychisch zu manipulieren und das nicht zuletzt durch ihre Autorität. Wie oft hört man von Kindern, deren missbrauchender Elternteil mit Liebesentzug drohte, oder von Kindern und Jugendlichen die ihrem Täter glaubten, dass sie sich für den Missbrauch schämen müssten. Wie oft konnten vertrauenserweckende Manipulateure Kindern weiß machen, dass das was sie tun ganz normal ist. Wie viele Lehrer und Trainer haben gute Noten, Beurteilungen und Vergünstigungen benutzt um zu kriegen was sie wollen. Und natürlich wie viele Erwachsene konnten sich durch für sie unbedeutende kleine Geldbeträge das Schweigen von Kindern erkaufen, die kaum ein paar Euro Taschengeld im Monat hatten.
Selbst wenn man von dem seltenen, aber schon geschehenen Fall einer einvernehmlichen Beziehung zwischen z.B. Schüler und Lehrerin ausgeht, dann bleibt dennoch die Lehrerin in diesem Fall am längeren Hebel und kann jederzeit enormen Druck ausüben, wenn der Schüler nicht mehr weiter machen will oder etwa eine bestimmte sexuelle Handlung verweigert.

Also haben wir Grenzen gezogen, zum beiderseitigen Schutz. Keine sexuellen Handlungen mit Schutzbefohlenen, egal welchen Alters. Keine sexuellen Handlungen innerhalb der Familie. Keine sexuellen Handlungen mit unter 14-jährigen und unter bestimmten Umständen auch unter 16- und 18-jährigen. Diese Regelungen gelten zum beidseitigen Schutz. Ein Erwachsener kann sich nicht aus Sex mit einer 12-jährigen herausreden, weil diese vielleicht schon besonders reif sei und eine 20-jährige kann sich eine später unangenehme sexuelle Begegnung mit einem Älteren nicht als Ausnutzung ihrer Unreife schönreden. Gibt es geistig und körperlich extrem frühreife Kinder die sexuell selbstbestimmt handeln könnten? Gibt es Mitt-Zwanziger die so unreif sind, dass sie sich den Konsequenzen von Sex nicht bewusst sind und sich manipulieren lassen? Sicher, rein statistisch wird das schon mal vorkommen, aber dann haben die halt Pech gehabt. Man muss die roten Linien irgendwo ziehen und zwar im Zweifel immer beim Kindswohl.

Nun werden weder im Youtube-Video noch in der Teen Vogue Kinder tatsächlich berührt oder gar vergewaltigt. Also wo ist das Problem? Nun das Problem liegt in der neuen Form von, im weitesten Sinne, Sexualerziehung die hier sichtbar wird. Die „klassische“ Sexualerziehung die an Schulen noch zum Glück vorherrscht ist primär eine trockene, wissenschaftlich-aufklärerische Sexualerziehung. Kindern und Jugendlichen wird die Funktionsweise der menschlichen Reproduktion, die Normalität ihrer körperlichen und geistigen Veränderung, die Vermeidung von Schwangerschaft und Geschlechtskrankheit, sowie grundsätzliche Informationen über Schwangerschaft und ähnliches dargeboten. Damit ist eigentlich die ausreichende Grundlage gelegt. Die Kinder können nun nur noch wider besseres Wissen unverhütet miteinander schlafen und Konsequenzen riskieren. Sie können nicht mehr behaupten nicht zu wissen was sie da tun. Der Rest gehört ihnen, sie entdecken ihre Sexualität und entscheiden sich dabei für die Personen denen sie sich anvertrauen. Und das können ruhig Eltern, Lehrer, Trainer, Ärzte etc. sein, oder die klassische Dr. Sommer – Seite in der Bravo. Entscheidend ist, dass die Kinder entscheiden mit wem sie über welches Thema sprechen können, wie weit sie dabei gehen wollen, ob sie eventuell etwas zeigen möchten, dass ihnen Unbehagen bereitet.

Die „neue“ Form der Sexualerziehung ist jedoch fundamental anders. Die Kinder sollen nun nicht mehr selbst entscheiden oder entdecken, den Kindern wird alles und jedes vorgeführt, beigebracht, und das alles von Personen denen explizit zu diesem Zwecke Autorität gegeben wurde und welche die Kinder nicht selbst ausgesucht haben. Ein Perverser der ein Kind darüber ausfragt ob es masturbiert, oder eine Jugendliche darüber ob sie vielleicht Interesse an Analsex hat, oder naiven Spieltrieb zur eigenen Befriedigung ausnutzt, ist fundamental nicht von jemandem zu unterscheiden der dies für eine frühe Sexualerziehung tut. Ein Biologielehrer, der die Wissenschaft hinter Fortpflanzung und die Gefahr durch Geschlechtskrankheiten etc. erklärt, ist sehr wohl von einem (ggf. versuchten) Kindesmissbrauch zu unterscheiden. Das ist der große Knackpunkt der dem Missbrauch Tor und Tür öffnet. Entscheidend ist das Aufdrängen eines Spektrums von Praktiken, Fetischen, Vorlieben, Orientierungen, von Personen von deren Unterstützung, Beurteilung, Liebe, oder Versorgung die betroffenen Kinder abhängig sind. Wer sich nur einmal auf einer Porno-Seite im Internet umschaut sieht sofort einige Dinge die er eigentlich nicht sehen wollte. Aber Erwachsene im Internet können halt einfach nicht darauf klicken, oder etwas anderes ansehen. Kinder und Jugendliche deren Eltern, Lehrer, Trainer, etc. quasi spielerisch, vielleicht mit guten Vorsätzen, den Horizont ihrer Kinder erweitern wollen zwingen diese unangenehmen Erfahrungen außerdem noch ihren Kindern auf.

Ist jeder, der eine solche Frühsexualisierung befürwortet ein Pädophiler? Nein, sicherlich nicht. Aber Leute wie die Eltern im Video, die mit explizit sexuellen Gesprächen nicht aufhören, wenn ihre Kinder sehr sehr deutlich zeigen, dass sie dies nicht möchten gehören meiner Meinung nach ins Gefängnis. Wer Kindern allerlei sexueller Praktiken in all ihrer Vielfalt aussetzt anstatt sie entdecken zu lassen, der belästigt sie und gehört ins Gefängnis. Wer mit Kindern spielerisch ausprobieren will, von einer sexuellen Selbstbestimmung von frühester Kindheit an spricht gehört ins Gefängnis. Stattdessen sind diese Leute auf Youtube, in Schulen, Redaktionsstuben, und vor allem in den Parlamenten. Noch ist diese Sexual“aufklärung“ kein Mainstream. Es muss hier eine Grenze gezogen werden, die nicht überschritten werden darf.

 

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Heiko Maas – Die Diktatur des ewigen Juso

Ein den letzten Wochen haben zwei große, westliche, demokratisch verfasste Nationen der Ersten Welt Gesetze erlassen, die einschneidend in die Freiheit von Meinung und Rede, online und offline, hineinwirken. In Deutschland war es das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz, in Canada einfach Bill C-16. Was beiden gemeinsam ist, ist die Idee, dass der Mensch nicht nur nicht böse zu sein hat, sondern gut gemacht werden muss. Volkserzieher sind aus den Volksvertretern geworden, für ein sehr, sehr enges Bild einer intellektuell sehr, sehr homogenen Gesellschaft.

 

In den vergangenen Monaten wurde Heiko Maas immer wieder auf zwei verschiedene Arten im Internet karikiert. Entweder hat man ihn in einer Stasi-Uniform gezeigt, oder, wohl auch wegen der beeindruckenden Ähnlichkeit, als Adolf Eichmann. Dabei, genau wie bei vielen Kommentaren in den klassischen und sozialen Medien, schwingt die Idee mit, dass Heiko Maas mit seinem Gesetz primär eine Staatskontrolle anstrebt, also den Machterhalt einer bestimmten Elite und die Absicherung von zukünftigen Wahlen.
Ich glaube, dass das Unsinn ist. Ja, es mag zu einem gewissen Maß mitschwingen, es mag ein Effekt sein, aber deswegen machen Leute wie Heiko Maas keine Gesetze. Heiko Maas, ist nicht Angela Merkel, die fundamental ideologiefrei ihren Machterhalt mit jedem noch so widersprüchlichen Thema verteidigt und sich primär als eine Verwalterin ohne Bezug zu ihrem Volk und ohne höheren Sinn sieht. Heiko Maas ist aber auch kein Stalin, kein Ulbricht, und auch kein Pinochet, denn er ist offensichtlich kein Machtmensch, das zeigt ein Blick in seine Biografie.

Heiko Maas ist Repräsentant eines politischen Typs, zu dem auch Politiker wie Justin Trudeau in Kanada und Barack Obama in den USA gehören, nur dass beide durch ihr deutlich höheres Charisma an die Spitze ihrer Staaten kamen, etwas was dem gut angezogenen, aber blassen Heiko wohl nie vergönnt sein wird. Schaut man in ihre Biografien findet sich das immer gleiche Muster: Vollständiges Versagen in der Zivilwelt, oder überhaupt nicht der Versuch dort Fuß zu fassen. Barack Obama studierte Jura, wurde Vorsitzender des prestigereichen „Harvard Law Review“, der hochangesehenen Jura-Publikation die von Studenten herausgegeben wird. Als einziger Vorsitzender in der Geschichte dieser Zeitschrift gelang es ihm nie auch nur einen Artikel in dieser Zeitschrift zu veröffentlichen, der das Peer-Review bestand. Justin Trudeau war Aushilfslehrer, vor allem für Theater-Unterricht, in Kanada und ansonsten professioneller Sohn seines berühmteren Vaters Pierre Trudeau, der auch kanadischer Premierminister war. Heiko Maas hat in 7 Jahren Studium gerade mit Ach und Krach sein Examen in Jura bestanden. Allen dreien ist außerdem gemeinsam, dass sich Türen in politische Ämter und erfolgsversprechende Kontakte nahezu magisch öffneten und sie sich schnell als die jungen, großen Überraschungen ihrer politischen Szene in Ämtern fanden für die sie nie qualifiziert waren.

Heiko Maas hat zwar 2004, 2009, und 2012 jeweils als Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen verloren, aber er war immerhin der Kandidat, scheinbar unangreifbar trotz enormer Misserfolge, Oppositionsführer, und seit 2012 sogar Minister und Vize-Ministerpräsident. Und dann wir der Mann mit dem 4er Examen in Jura kurze Zeit später sogar Bundesjustizminister.  Wie viel kritische Gedanken hat sich jemand mit einer solchen Lebensgeschichte wohl über seine ideologische Einstellung gemacht? Heiko Maas, genau wie Trudeau, genau wie Obama, haben sich nie die Hörner ihrer politischen Jugendzeiten abstoßen müssen, haben im Großen und Ganzen das selbe Denken wie ein JuSo.
Die Jugend einer jeden Partei hat das Recht, ja die Pflicht radikaler zu sein, träumerischer zu sein. Sie muss den „Alten“ immer wieder zeigen wie eine Politik aussieht, die man nicht selbst in die Tat umsetzen muss und deswegen idealisiert ist. Die Aufgabe der Jugend ist es die ideale Welt zu erdenken und zu fordern, die Aufgabe der Alten ist es vernünftig daran zu gehen diesem Ideal nahe zu kommen ohne, dass Menschen leiden. So sollte es laufen. Deshalb sieht man auch In den regelmäßig an Regierungen beteiligten Parteien deutlich weniger Spinner und deutlich weniger Radikale als in den klassischen Oppositionsparteien. Aber die Glücksritter der Generation des Typs Maas haben sich diesen Begrenzungen nie stellen müssen, denn selbst Misserfolge, wenn sie denn überhaupt welche hatten, blieben für sie komplett folgenlos.

Wir haben es hier also mit Idealisten zu tun, deren Politik nie erwachsen geworden ist. Sie glauben an das was sie tun. Heiko Maas will nicht die Macht der Regierung erhalten, nicht noch ein paar mehr Sitze bei der nächsten Wahl kriegen, das sind Nebeneffekte oder Mittel zum Zweck. Heiko Maas glaubt daran, dass eine Gesellschaft in der die Ideen die er zensieren will wirklich nicht vorhanden sind wirklich eine bessere Welt ist. Er glaubt, dass die „Hetzer“ und „Populisten“ und „Nazis“ und so weiter im Weg sind. Sie tun nichts falsches, sie sind falsch. Denn man hat ihnen ja nun wirklich oft genug den rechten Weg gezeigt, sie wollen ihn nicht gehen. Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verspielt und deswegen hat er auch kein Problem mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit, denn für ihn gelten diese Meinungen und Vertreter dieser Meinung bereits als außerhalb des Volkes, dass überhaupt ein Anrecht auf solche Freiheiten hat.

Die Politikergeneration die mit Helmut Kohl kürzlich beerdigt wurde hatte ihre Utopien und Ideale, aber einen fundamentalen Respekt für den Rahmen der ihnen von Verfassung und Realität gesetzt wurde. Der Typ Maas, Obama, Trudeau, aber auch Macron, May, Schulz, Juncker, etc. hat diesen fundamentalen Respekt nicht. Man wird den abgehobenen und desinteressierten Verwaltern wie Angela Merkel oder David Cameron noch hinterhertrauern, wenn die wahren Gläubigen wie Maas an die Macht kommen. Denn ihnen wird im Zweifelsfall mal egal sein wenn sie abgewählt werden. Sie werden die Wahlen ignorieren, sie werden sie verhindern, oder sie werden über andere Kanäle wie Medien, EU, UN, Bewegungen, und ähnliches nicht aufhören ihre Ziele zu verfolgen. Sie sind nicht überzeugt, sie sind gläubig, denn, wie religiöse Extremisten, versuchen sie nicht zu überzeugen, sondern Exempel zu statuieren. Politiker wie Heiko Maas müssen gestoppt werden.

 

Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

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Wenn aus Merkel Schulz wird – Von keiner Heimat zur falschen Heimat

Martin Schulz hat der totgeglaubten alten Tante SPD nun doch noch einmal eine gehörige Portion Leben eingehaucht. Nach einer aktuellen Umfrage im Saarland ist die Partei dort um sage und schreibe 9% nach oben geschnellt und könnte nun, knapp vor der Landtagswahl, tatsächlich eine rot-rote Regierung stellen. Man kann den Schulz-Effekt aus vielen Winkeln betrachten, sicherlich ist er ein Zeichen dafür, dass die CDU von jedem echten Charakter so freigefegt wurde, dass man selbst Schulz nichts entgegen zu setzen hat. Aber er ist auch ein Indikator dafür, dass nun langsam eine Entwicklung ihre Früchte trägt, die Jahrzehnten schleichend unsere Weltsicht verändert hat.

2015 habe ich schon einmal über das Phänomen Merkel geschrieben. Eine Frau die eine vaterlandslose Gesellin ist, nicht aus bösem Willen gegenüber dem deutschen Volk, sondern weil, wenn man ihre Erziehung nachzeichnet, offensichtlich wird, dass sie niemals auch nur ansatzweise mit der positiven Idee einer Nation oder eines Volkes in Berührung gekommen ist. Sie kennt das ganze einfach nicht, weiß nicht was sie damit anfangen soll, versteht die nicht, denen diese Idee etwas wert ist. Ihre Politik folgt einer gewissen inneren Logik: Sie verwaltet ein ihr zugewiesenes Territorium, es könnte auch jedes andere sein. In dem Sinne hat sie auch keinen Deut mehr Empathie für ihr Volk als für andere, schiebt ihr Geld in andere Verwaltungsterritorien wie Griechenland, oder steckt Fremde ohne Prüfung in ihre Sporthallen. Und wenn das Volk innerhalb von 2-3 Generation ein größtenteils anderes ist, dann ist das auch egal, sie verwaltet ja nur das Gebiet in dem sie leben.

Angela Merkel hat, egal was so mancher Kommentator im Internet schreibt, keine aktive Entnationalisierungs- oder Umvolkungspolitik betrieben, das ist Unsinn. Sie hat etwas viel schlimmeres gemacht. Sie hat die vergangenen 12 Jahre lang eine Politik vorgelebt, mit der sich niemand identifizieren konnte. Sicherlich, die treuen Horden der Jungen Union konnten sich bestimmt großartig mit ihr identifizieren, auch all jene die sie in zahllosen Ämtern in Lohn und Brot brachte, aber sie hat nie inspiriert, man kann sie sich nicht auf einem T-Shirt vorstellen, keine Generation Merkel. Es ist wahrscheinlicher, dass die vergangenen drei Legislaturperioden (sollte sie verlieren) als Ära der großen Koalitionen in die Geschichte eingehen werden, denn als die Ära Merkel, auch wenn die FDP mal mitspielen durfte.  So sehr sie es nicht verstehen, oder auch nicht mögen mag, die Menschen sehnen sich nach einem Gemeinschaftsgefühl dieser Art, wie es sich in Deutschland leider nur im Lokalpatriotismus und im Fußball ausdrückt.

Doch nun kommt einer, der kann genau das was Angela nie konnte, er inspiriert. Er inspiriert nicht mit seiner Person an sich, Martin Schulz sieht aus wie Gargamel nachdem ihm die Schlümpfe Haarwuchsmittel ins Gesicht geschmiert haben und hat in seiner Biographie mehr Skandale, Laster und fast schon kriminelle Vorteilsnahme als die meisten Politiker. Der Mann mit dem eigenen Kammerdiener und mehr Rentenanspruch im Monat als manch ein Arbeiter im Jahr taugt auch nicht als der Held der Malocher, die in letzter Zeit scharenweise zur AfD sind. Das er politisch nie als der große Mann der SPD geplant war, das zeigt ja schon seine Position. Seit Jahrzehnten schon haben die deutschen Parteien, anders als viele Nachbarn, ihre Resterampe direkt nach Brüssel entsorgt. Gut bezahlt und mit relativer Machtfülle nutzte man sie dort als zufriedene, ruhige Lobbyisten für die eigene Politik die man in der Heimat nicht durchsetzen konnte.

Auch wenn man Martin Schulz als Person nicht unterschätzen sollte (er spricht immerhin 5 Sprachen), sein Charisma und seine Fähigkeit zur Inspiration kommen daher wo er auch herkam: Brüssel und Straßbourg. Wenn Sie, lieber Leser, nicht viel älter sind als ich, dann haben Sie schon in der Grundschule das Loblied der EU gehört. Und dann immer und immer wieder bis zum Abitur und dann natürlich noch in der Zeitung, im Fernsehen, im Radio und an jeder zweiten öffentlichen Baustelle. Ja die EU bringt uns Frieden, sie macht, dass die bösen Nazis nachts nicht ins Zimmer kommen, sie macht, dass die Menschen reich sind, sie macht, dass das schwache Europa eine Stimme auf der Welt hat. Ja es war die EU, die die verhassten, sich ständig bekriegenden Europäer  dazu gebracht hat sich endlich zu mögen und zusammenzuarbeiten. Wenn Sie nochmal genau lesen wollen warum das alles Schwachsinn ist, empfehle ich einen älteren Baumhaus-Artikel. Es wird umgekehrt ein Schuh draus. Der europäische Friede, die Kooperation in den wirtschaftlichen Vorgängerorganisationen EWG und EG, die haben es erst möglich gemacht, dass sich ein Projekt wie die EU unter einst verfeindeten Staaten, noch mit Veteranen an den Staatsspitzen, bilden konnte. Die EU, also die politische Union, die hat gar nichts geleistet außer Ressentiments zwischen empfundenen Gebern und Nehmern, Kontrollierenden und Kontrollierten.

Aber die durchgeprügelte Botschaft ist angekommen. Europäer sind wir. Deutsche auch, aber wir sind so Deutsche wie wir auch Bayern, Saarländer, Niedersachsen etc. sind. Es fühlt sich gut an als Deutscher ein Europäer sein zu können, denn niemand ist je angefeindet worden, weil er die EU-Flagge schwenkt. Niemand hat seinen Job, sein Amt, seine Freunde, etc. verloren, weil er sich als europäischer Patriot für eine Ostausdehnung der EU eingesetzt hat. Niemandes Auto wurde abgefackelt, als ein blau-goldenes Autofähnchen daran hing. Nein, so mancher erlebt an der EU was er für Deutschland nicht empfinden darf, nämlich Stolz, Dazugehörigkeit und, ganz wichtig, Chauvinismus. In einer Art und Weise, die sich kein Politiker jemals aus der Sicht Deutschlands leisten könnte, wird die EU zum Beispiel gegenüber Russland, seit Trump gegenüber den USA, etc. als die überlegene Heimat von Kultur, Demokratie, Frieden, etc. dargestellt und die neuen Feindbilder von höchster Regierungsstelle gepflegt.

Aber es ist nicht die wahre EU auf die der Euro-Patriot stolz ist. Er ist nicht stolz auf die undurschschaubaren Wege die ein Gesetz in Straßbourg und Brüssel nimmt. Er ist nicht stolz auf die unverschämten Bezüge der Abgeordneten, oder darauf, dass in Deutschland am Verfassungsgericht gescheiterte Gesetze über die EU eingeführt werden können. Er ist auch nicht stolz darauf, dass Griechenland seine Währung nicht abwerten kann und weiter vor sich hin siecht, oder darauf, dass viele ehemalige Anwärter von ihrem Vorhaben erleichtert zurückgetreten sind. Stolz ist man auf ein weltoffenes, tolerantes, besseres, übernationales, friedliches Europa, die ganze Feel-Good-Pampe die man immer wieder hört. Fragt nicht was die EU ist, fragt wie sie sich anfühlt wenn ihr über sie sprecht. Ist Frieden toll? Ja die EU ist Frieden, also ist sie toll! So einfach geht das.

In ihrem Wahn übersehen die EU-Patrioten was eine Heimat, ein Volk, eine Nation erhaltenswert macht. Den Minimalkonsens der gemeinsamen Werte, Erfahrungen, Sprache, Kultur, der dazu führt, dass ich meinem Nachbarn auch dann trauen kann, wenn ich weiß er wählt eine andere Partei, denn den Boden unseres Kulturen Minimalkonsens wird er nicht verlassen. Die gewachsene Identität, mit ihren Stärken und Schwächen, in der ich mich zurechtfinde, in der ich nicht immer fragen muss was ein Wort bedeutet, wie wohl mein Gegenüber auf etwas reagieren könnte, ob morgen vielleicht ein Feiertag der Bevölkerungsgruppe XY ist und ob ich deshalb vielleicht lieber zu Hause bleibe. Kurz um, die High-Trust-Gesellschaft. Die EU kann und wird dies niemals leisten, dafür leben zu unterschiedliche, zu unterschiedlich große Kulturen in ihr. Regierbar ist sie entweder gar nicht, oder mit der Art eisernen Hand, dass 1984 wie Utopia wirkt. Danke Schulz!

Bild: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu , Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany

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White Privilege – Rassisten an meiner Uni

Manchmal fällt mir Wochen lang kein interessantes Thema zum Schreiben ein, dann  5 gleichzeitig 5 vor die Füße. Dieses Mal hing mir ein Thema vor der Nase. Ich lief durch die Anglistik meiner Universität, betrachtete die „Love trumps hate“ Sticker und sonstigen politischen Äußerungen auf den Türen der Professoren, bis ich an einer Tür stehen blieb. In einem braunen Umschlag mit der Markierung „zum mitnehmen“ hingen dort zusammengetackert immer zwei Seiten mit der Überschrift „White Privilege: Unpacking the Invisible Knapsack“, übersetzt „Weiße Privilegien: den unsichtbaren Beutel entpacken“.  [Anm.: Alle Übersetzungen von mir, der Originaltext kann hier eingesehen werden]
Der Text beginnt schonmal interessant „Mir wurde beigebracht Rassismus nur als individuelle, gemeine Handlungen zu sehen, nicht als unsichtbares System, dass meiner Gruppe Dominanz überträgt.“ Dieses einleitende Zitat im Text ist entscheidend für das Selbstbild der Selbstgeißler. Denn wenn es tatsächlich darauf ankäme was Menschen tatsächlich tun und sagen, dann müsste man die westliche Welt und ihre Einwohner mit wenigen Ausnahmen vom Rassismus freisprechen. Nicht nur gibt es Gesetze für die Gleichberechtigung, es gibt eine Bürgerinitiative nach der anderen, Vereine, etc. Die Zahl derer die tatsächlich denken, dass jemand auf Grund z.B. seiner Hautfarbe unterdrückt oder benachteiligt werden sollte ist schon sehr gering, diejenigen die auch noch danach handeln noch viel niedriger, ganz abgesehen von den rechtlichen Konsequenzen die dafür drohen. Wie kann also jemand wie Peggy McIntosh (die Autorin des Textes, übrigens weiß) der Welt glaubhaft erklären, dass sie in ihrer sicherlich gut bezahlten Stelle als Direktorin des Wellesley Collage Center for Research on Women nicht gegen Windmühlen, sondern gegen tatsächlichen Rassismus kämpft? Der Rassismus kommt von einem „unsichtbaren“ System. Das ist praktisch. Es ist unsichtbar, man kann es nicht festnageln, es hat keine definierten Grenzen. Löst man Problem X, selbst nach den Vorgaben von Frau McIntosh persönlich, kann sie ohne Probleme ein neues Problem Y herbeifantasieren um ihre Wichtigkeit erneut zu bestätigen. Wer ihr widerspricht, der sieht das unsichtbare System einfach nicht so gut wie sie und ist schlimmstenfalls ein Rassist.

Ich habe mich entschieden alle 50 Beispiele des täglichen „White Privileges“ einzeln zu betrachten und zu beantworten. Nicht nur sie selbst, sondern das Grunddenken dahinter sind brandgefährlich und man muss es kennen:

  1. „Wenn ich will kann ich es meistens arrangieren in einer Gruppe zu sein die aus Mitgliedern meiner Rasse besteht.“ Ok… und wenn nicht? Ehrlich, was wenn man es eben nicht arrangieren kann? Das ist ja allein schon auf Grund statistischer Wahrscheinlichkeit der Fall, wenn man eben einer Minderheit angehört. Und wieso ist das White Privilege? Es könnte ja genauso jemand sich darüber beschweren, dass er als einer der letzten Weißen in Harlem keine weiße Gruppe findet. Nein, problematisch wird das nur, wenn man schon davon ausgeht, dass es für Nicht-Weiße unsicher oder unangenehm ist in einer weißen Gruppe zu sein, doch das ist hier ja überhaupt erst zu beweisen. Zirkelschluss.
  2. „Ich kann es vermeiden Zeit mit Menschen zu verbringen, zu denen mir Misstrauen anerzogen wurde und die gelernt haben mir oder meiner „Art“ zu misstrauen.“ Wie bitte? Misstrauen gegenüber Fremden und Leuten die anders aussehen als die Vertrauten, also vor allem Familie und Nachbarn, ist nichts was man anerziehen muss. Im Gegenteil, es steckt im Menschen und muss aberzogen werden, im Westen ist das mit einigem Erfolg geschehen. Wo bitte wird gelehrt einander zu misstrauen? In welcher Welt lebt Peggy McIntosh? Die einzigen die Misstrauen lehren sind die, die Minderheiten beibringen, dass die Weißen für alle ihre Probleme verantwortlich seien.
  3. „Wenn ich umziehen muss, kann ich ziemlich sicher sein Wohnraum in einem Gebiet zu mieten oder zu kaufen, dass ich mir leisten kann und in dem ich leben möchte.“ Kein westliches Land erlaubt Diskriminierung auf Grund der Herkunft bei der Wohnungssuche. Außerdem setzt dieses Beispiel voraus, dass die unsichtbaren rassistischen Systeme der einzige Grund sind, warum ein Nicht-Weißer nicht die Wohnung kriegen kann die er will.
  4. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass die Nachbarn dort mir neutral oder wohlwollend gegenüber stehen.“ Nein kannst du nicht, kann niemand, weiß, schwarz, gelb, grün, orange.
  5. „Ich kann fast immer alleine Einkaufen gehen, mit der Sicherheit dass mich niemand belästigt oder mir folgt.“ Dies ist eine Anspielung auf das Klischee, dass Ladenbesitzer und -detektive vor allem Schwarzen Kunden folgen, weil sie glauben, dass diese klauen. Das mag stimmen, vor allem in den USA, gilt aber auch zum Beispiel für Jugendliche aller Art. Beide Gruppen sind statistisch gesehen häufiger Diebe als andere. Das lasse ich also als Vorurteil gelten, von mir aus auch als Rassismus.
  6. „Ich kann das Fernsehen anmachen oder eine Titelseite ansehen und Menschen meiner Rasse mehrheitlich repräsentiert sehen.“ Buhuuuu. Heul leise. Ganz ehrlich, wenn jemand ein so fragiles Weltbild hat, dass die Tatsache, dass in einem mehrheitlich weißen Land (in Deutschland rund 90%) mehrheitlich weiße Menschen dargestellt sind, ein tatsächliches Problem darstellt, dann ist dem nicht mehr zu helfen. Genauso gut könnte ich argumentieren Opfer des Sexismus zu sein, weil ich mehrheitlich Frauen auf Magazincovern sehe.
  7. „Wenn ich etwas über unser nationales Erbe oder über Zivilisation höre, wird mir gezeigt, dass Menschen meiner Farbe es zu dem gemacht haben was es ist.“ Ja, weil es so ist. Es gab Zeiten in denen man nicht mal daran gedacht hat die Beiträge Nicht-Weißer zur Geschichte der westlichen Zivilisation zu würdigen. Das ist schon seit Jahrzehnten anders. Ein Blick in ein heutiges Geschichtsschulbuch beweist dies. Aber abgesehen davon, die Geschichte Europas wurde nun einmal fast ausschließlich von Weißen gemacht, weil es bis vor sehr kurzem eben fast nur sie dort gab. Die Geschichte der USA (von wo Peggy McIntosh ja schreibt) ist eben eine Geschichte des Staates den weiße Einwanderer geschaffen haben und auch dort findet sich im heutigen Geschichtsunterricht viel über die Beiträge der Nicht-Weißen.
  8. „Ich kann mir sicher sein, dass meine Kinder Unterrichtsmaterial erhalten, dass die Existenz ihrer Rasse bezeugt.“ Die Existenz ihrer Rasse bezeugt… bezeugt!!! Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll. Glauben Minderheiten nicht, dass ihre Rasse existiert bis Weiße ihnen Kursmaterial darüber vorlegen?
  9. „Wenn ich will, finde ich mit großer Sicherheit einen Verleger für diesen Text über White Privilege.“ Ja, der Verleger den du lieb Peggy McIntosh gefunden hast, war das Institut dessen Direktor du bist. Du hast dich also selbst verlegt. Woher willst du also wissen wie leicht oder schwer es wäre? Oder wollte es sonst keiner, obwohl du eine Weiße bist? So oder so, Schwachsinnsargument.
  10. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass meine Stimme in einer Gruppe gehört wird, in der ich der einzige Vertreter meiner Rasse bin.“ Wer einer Minderheit angehört hat in unserer Gesellschaft sogar eine sehr erhöhte Chance seiner Stimme Gehör zu verschaffen, eben als die andere Perspektive. Aber selbst dann stellt sich die Frage ob es überhaupt eine neue Perspektive in die Diskussion bringt, bzw. ob man überhaupt eine andere Stimme hat, nur weil man einer anderen Rasse angehört.
  11. „Ich kann es locker nehmen ob ich jemandem zuhöre der in einer Gruppe der einzige Vertreter seiner Rasse ist.“ Wenn man schon mal in einer Gruppe ist, sollte man jedem zuhören. Warum sollte es von der Hautfarbe abhängen ob man anderen zuhört?
  12. „Ich kann in einen Musikladen gehen und die Musik meiner Rasse repräsentiert finden, in einen Supermarkt und die Hauptnahrungsmittel finden die zu meinen kulturellen Traditionen passen und in einen Friseursalon und dort jemanden finden der meine Haare schneiden kann.“ Zum Musikladen nur ein Wort: Rap! Zum Supermarkt und zum Friseursalon: Wer in einem Land in einer kleinen Minderheit ist und erwartet die eigenen kulturellen Eigenheiten überall genauso zu finden wie die der Mehrheit, der hält sich selbst wohl für ganz schön wichtig. ich wüsste allein in meiner Stadt sofort aus dem Kopf mehrere Adressen für afrikanische Frisuren, asiatisches Essen, etc.
  13. „Egal ob ich per Scheck, Kreditkarte oder bar bezahle, ich kann mich darauf verlassen, dass meine Hautfarbe keinen Einfluss darauf hat wie finanziell zuverlässig ich wirke.“ Erstens: Wer benutzt noch Schecks? Zweitens: Ok, die Hautfarbe sollte keine Rolle spielen. Aber tut sie es? Statistisch gesehen sind Angehörige von Minderheiten ärmer als die Mehrheitsbevölkerung, mit einigen Ausnahmen (zum Beispiel Asiaten). Der Rückschluss mag also ein Vorurteil sein, aber mit welchen Konsequenzen? Wenn ich jemanden als Kunde möchte, bleibt mir nur abzuwarten ob die Kreditkarte angenommen wird oder nicht. Wer sich mit Schecks bezahlen lässt ist selbst schuld.
  14. „Ich kann meine Kinder meistens von Leuten fern halten die sie vielleicht nicht mögen.“ Wenn wir diesen Satz unter dem rassistischen Licht betrachten suggeriert er also, dass Minderheitenkinder häufig nicht gemocht werden. Doch das wäre überhaupt irgendwie mal zu begründen und wenn es explizit gegen Weiße gemünzt ist, müsste begründet werden warum es nicht auch andersrum so ist.
  15. „Ich muss meinen Kindern nicht beibringen, dass sie sich für ihre tägliche physische Sicherheit systematischem Rassismus bewusst sein müssen.“ Wenn ich Kindern eintrichtere, dass ihnen überall Gefahr droht, werden sie auch überall Gefahr sehen. Die Abwesenheit tatsächlicher Schäden für die Kinder kann ich dann dadurch erklären, dass sie gut aufgepasst haben. Grundsätzlich ist das sowieso ein Zirkelschluss: Ein Beispiel für White Privilege ist, dass ich meine Kinder davor warnen muss.
  16. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass die Lehrer und Arbeitgeber meiner Kinder sie tolerieren werden, wenn sie sich den Schul- und Arbeitsplatz normen anpassen; meine Hauptsorgen beziehen sich nicht auf die Einstellung anderer zu ihrer Rasse.“ Wer sich den Normen anpasst, egal welche Farbe, wird auch keine Probleme kriegen. Gegen die seltenen Ausnahmen gibt es Gesetze. Bestenfalls dient dieser Punkt dazu jede Konsequenz für ein Verhaltens- und Anpassungsproblem von Mitgliedern einer Minderheit mit Rassismus zu verteufeln.
  17. „Ich kann mit vollem Mund sprechen und niemand erklärt es mit meiner Hautfarbe.“ Was?
  18. „Ich kann fluchen, mir Second-Hand Kleidung anziehen, Briefe nicht beantworten, ohne dass Menschen diese Entscheidung auf die schlechte Moral, Armut oder Ungebildetheit meiner Rasse zurückführen.“ Fluchen und Briefe nicht beantworten ist unhöflich, das dürfen auch Weiße nicht. Wer zum Beispiel mit bestimmtem Dialekt spricht wird auch in einer Mehrheitsgesellschaft abgestempelt. Als Unterschicht oder White Trash und assoziierte Menschen haben dann die Folgen der Vorurteile zu spüren. Nicht zwingend Rassismus.
  19. „Ich kann öffentlich zu einer mächtigen männlichen Gruppe sprechen, ohne meine Rasse quasi auf den Prüfstand zu stellen.“ Warum ausgerechnet eine männliche Gruppe? Wer glaubt, dass er seine komplette Rasse in einer solchen Situation repräsentiert, dem unterstelle ich Narzismus.
  20. „Ich kann eine herausfordernde Situation gut meistern, ohne ein gutes Beispiel für meine Rasse genannt zu werden.“ Also das ist ein Erste-Welt-Problem wie aus dem Lehrbuch, aber ignorieren wir das mal. In der Tat würde ich diesem Argument zustimmen. Man muss nur mal ein Spiel der Nationalmannschaft sehen und schon wird bei jedem Migrationshintergrund nach dem Tor genau dies herausgestellt. Wir Weißen sind schon sehr privilegiert das nicht zu haben.
  21. „Ich werde nie darum gebeten für alle Menschen meiner Rasse zu sprechen.“ Nein, ich werde nur gebeten mich für alles was jemals Menschen meiner Rasse gemacht haben außerordentlich schuldig zu fühlen.
  22. „Ich kann völlig unwissend bezüglich der Kulturen und Sprachen von Menschen mit anderer Hautfarbe sein, auch wenn diese die Mehrheit der Weltbevölkerung ausmachen, und in meiner Kultur keine negativen Folgen davon spüren.“ Die Erde ist nicht eine große Uni oder ein Center for Research on Women. Die allermeisten Menschen auf der Welt, jeder Kultur, jeder Sprache, kennen sich nicht mit den anderen Kulturen der Welt aus. Sie haben besseres zu tun.
  23. „Ich kann unsere Regierung kritisieren und sagen wie sehr ich mich vor ihrer Politik fürchte, ohne als kultureller Außenseiter gesehen zu werden.“ Wer Angst vor der Regierung hat und nicht weiß ist, wird als kultureller Außenseiter gesehen… ähm ja. Ich lass das mal so stehen.
  24. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich, wenn ich den Manager verlange, jemanden mit meiner eigenen Hautfarbe sehen werde.“ Und wenn nicht?
  25. „Wenn mich ein Verkehrspolizist anhält, oder die Steuerbehörde mich überprüft, kann ich mir sicher sein, dass ich nicht wegen meiner Rasse ausgewählt wurde.“ Wenn man tatsächlich deswegen ausgewählt wird, ist das Rassismus, unbestritten. Aber wenn einem so etwas passiert, heißt es nicht, dass es aus rassistischen Gründen sein muss. Wer denkt wie die Autorin, wird sich aber immer deshalb verfolgt fühlen.
  26. „Ich kann einfach Poster, Postkarten, Bilderbücher, Grußkarten, Puppen, Spielzeug, und Kindermagazine kaufen, die Menschen meiner Rasse zeigen.“ Und wenn nicht? Wenn man das als etwas positives voraussetzt, dann darf man es eigentlich den Firmen nicht übel nehmen wenn sie für die deutliche Mehrheit produzieren, das ist wirtschaftlich. Ich bin mir sicher, dass es in mehrheitlich z.B. schwarzen Ländern anders aussieht.
  27. „Ich kann zu den Treffen der meisten Organisationen gehen in denen ich Mitglied bin und mich eingespannt eher als ausgeschlossen, fehl am Platz, ungehört, auf Abstand gehalten oder gefürchtet fühlen.“ Fühlen ist hier das Schlüsselwort. Man wird nicht ausgeschlossen, man fühlt sich ausgeschlossen. Komplett das Problem von dem der sich so fühlt.
  28. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass ein Streit mit einem Kollegen einer anderen Rasse eher seine Fortschrittschancen als meine in Gefahr bringt.“ Nein kann ich nicht.
  29. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass ich, wenn ich für die Beförderung eines angehörigen einer anderen Rasse argumentiere, oder für ein Programm dass sich auf seine Rasse konzentriert, wird das wahrscheinlich für mich keine schweren Nachteile haben, selbst wenn meine Kollegen mir nicht zustimmen.“ Ähm… nein ich kann mir über den Ausgang dieses sehr spezifischen Szenarios nicht sicher sein.
  30. „Wenn ich erkläre, dass es sich um rassische Angelegenheit handelt oder nicht, wird meine Rasse dieser Einschätzung mehr Gewicht verleihen als der Einschätzung einer Person mit anderer Hautfarbe.“ Das heißt, dass die Autorin wirklich glaubt, dass wenn eine Schwarze sagt, dass hier Rassismus vorliegt und ein Weißer sagt, dass das nicht der Fall ist, alle einfach nicken und nach Hause gehen.
  31. „Ich kann die Entwicklungen in der Minderheitenliteratur und dem Minderheitenaktivismus ignorieren, verächtlich machen, oder von ihnen lernen, aber in jedem Fall bin ich von negativen Konsequenzen dieser Entscheidungen geschützt.“ Nein, das trifft auf jeden zu, der kein Geisteswissenschaftler mit diesem Schwerpunkt ist. Außerdem würde ich gerne mal wissen wissen welche negativen Konsequenzen sich für Minderheiten daraus ergeben Minderheitenliteratur zu ignorieren. Hier merkt man die akademische Blase in der die Autorin lebt.
  32. „Meine Kultur macht mir wenig Angst davor die Perspektiven und Macht von Menschen anderer Rassen zu ignorieren.“ Siehe meine Antwort zu Nr. 22.
  33. „Man macht mich nicht direkt darauf aufmerksam, dass meine Körperform, Haltung oder Körpergeruch als durch meine Rasse bedingt gelten.“ Was? Wenn ich nur von Mitgliedern meiner Gruppe umgeben bin vielleicht. Aber wenn Weiße auf Nicht-Weiße treffen wird immer nur auf die anderen so hingewiesen?
  34. „Ich kann mich über Rassismus sorgen, ohne als selbstsüchtig zu wirken.“ Wer sich um das Wohlergehen der eigenen Gruppe sorgt, sorgt sich damit auch automatisch um das eigene. Aber Peggy McIntosh unterstelle ich den Eigennutz sehr wohl, auch wenn es gegen ihre Gruppe geht. Ihr Lehrstuhl will ja legitimiert bleiben.
  35. „Ich kann einen Job als Gleichstellungsbeauftragte/r kriegen, ohne dass meine Kollegen denken, dass ich den Job wegen meiner Rasse gekriegt habe.“ Bei einem Beruf der sich ganz explizit mit Rasse, Geschlecht, etc. befasst wird man solche Vorurteile nicht vermeiden können. Wieder mal Mimimi auf hohem Niveau.
  36. „Wenn mein Tag, meine Woche, mein Jahr schlecht läuft, muss ich mich nicht bei jeder negativen Episode fragen ob sie rassistische Untertöne hatte.“ Wer sich erst noch fragen muss, ob ihm Rassismus wiederfahren ist, dem ist kein Rassismus wiederfahren.
  37. „Ich kann mir ziemlich sicher sein, dass ich Leute finde die willens sind mit mir zu sprechen und mich zu weiteren beruflichen Schritten beraten.“ Ja, bekannterweise steht sowas nur Weißen zur Verfügung…
  38. „Ich kann über viele Optionen, gesellschaftlich, politisch, imaginär und beruflich nachdenken, ohne mich zu fragen ob eine Person meiner Rasse angenommen werden oder eine Erlaubnis erhalten würde.“ Gegen Diskriminierung bei der Einstellung oder der Genehmigung von Lizenzen, Erlaubnissen, Scheinen, etc. gibt es Gesetze. Angesichts der Tatsache, dass es Frauenquoten schon gibt und Minderheitenquoten gefordert werden, muss man sich die Frage als weißer Mann vielleicht bald wirklich stellen.
  39. „Ich kann zu spät zu einem Meeting kommen, ohne dass dies auf meine Rasse zurückgeführt wird.“ Und wenn man pünktlich kommt gilt man wahrscheinlich wieder als gutes Beispiel für seine Rasse und wird herausgestellt. Man kann nicht gewinnen. Wie wäre es damit nicht zu spät zu kommen?
  40. „Ich kann öffentliche Wohnräume beanspruchen, ohne die Angst, dass meine Rasse nicht reingelassen oder dort misshandelt wird.“ Und wieder „Angst“. Angst kann auch irrational sein. Würde man „die Angst“ aus dem Satz nehmen, wäre das eine berechtigte Sorge. Die Sorge darüber, dass man Angst hat ist nichtssagend, denn die kann völlig unbegründet sein. Das Problem liegt beim Ängstlichen.
  41. Ich kann sicher sein, dass, wenn ich rechtliche oder medizinische Hilfe benötige, meine Rasse nicht gegen mich arbeitet.“ Das kann niemand. Und soweit ich noch verstehen kann, dass man möglicherweise an einen Richter oder Anwalt mit rassistischen Ansichten gerät, wie wahrscheinlich ist es, dass einem medizinische Hilfe verweigert wird?
  42. „Ich kann meine Aktivitäten so arrangieren, dass ich mich niemals wegen meiner Rasse zurückgewiesen fühle.“ Ergo: Wenn ich mein Leben nicht ohne jede Form von Zurückweisung führen kann, bin ich unterdrückt.
  43. „Wenn ich als Anführer eine geringe Glaubwürdigkeit habe, dann kann ich mir sicher sein, dass meine Rasse nicht das Problem ist.“ Kann ich mir da wirklich immer sicher sein? Obama mochte ich nicht wegen seiner Politik, entgegengehalten wurde mir nur, dass ich Rassist sei. Also würde ich es so umformulieren: Ich habe nie die Ausrede, dass meine Unbeliebtheit nur Rassismus sei. White Privilege.
  44. „Ich kann einfach akademische Kurse und Institutionen finden, die nur meiner Rasse Aufmerksamkeit schenken.“ Ich wüsste nicht eine akademische Einrichtung, die nur einer Rasse Aufmerksamkeit schenkt. Ich wüsste einige Kurse, die explizit nur einer Rasse Aufmerksamkeit schenken, zum Beispiel wenn es um bestimmte Literatur geht.
  45. „Ich kann erwarten, dass bildliche Sprache und Bilder in jedweder Kunst den Erfahrungen meiner Rasse entspricht.“ Jedweder Kunst. Im Original „all of the arts“. Warum sollte jedwede Kunst den Erfahrungen meiner Rasse entsprechen? Es gibt einen gigantischen Kanon von Kunst aller Art, die Erfahrungen von Nicht-Weißen widerspiegelt. McIntosh’s Argument setzt erstens voraus, dass ein Weißer auch dort seine Bilder etc. findet und zweitens, dass es ungerecht sei, dass Nicht-Weiße ihre Bilder nicht in Kunst von Weißen finden. Wer denkt bitte so?
  46. „Ich kann Abdecker oder Pflaster in „Hautfarbe“ kaufen und sie mehr oder weniger zu meiner Haut passend finden.“ Ja wir nähern uns den richtig harten Problemen. Diese Produkte werden, wie alle, für einen entsprechenden Markt hergestellt. In einem mehrheitlich weißen Land lohnt es sich nicht große Kontingente andersfarbiger Pflaster oder Abdecker zu produzieren, es gibt sie allerdings in den meisten Läden. In anderen Ländern ist das anders. Was Leute wie Peggy McIntosh daran nicht verstehen bleibt mir ein Rätsel.
  47. „Ich kann alleine oder mit meinem Partner reisen ohne Peinlichkeiten oder Feindlichkeit von denen zu erwarten mit denen wir zu tun haben.“ Das hängt komplett davon ab wohin man verreist. Und wieso das ausgerechnet ein Beispiel für Rassismus sein muss bleibt mir schleierhaft.
  48. „Ich habe keine Schwierigkeiten eine Nachbarschaft zu finden in der die Leute meinen Haushalt für gut befinden.“ Denn ich als weißer Mann finde immer und überall nur Leute die mich toll finden…
  49. „Meine Kindern kriegen Texte und Unterrichtsstunden die implizit unsere Art Familie unterstützen und sie nicht gegen meine Wahl der Partnerschaft wenden.“ War das Thema nicht Rassismus?
  50. „Ich fühle mich in den meisten öffentlichen, institutionellen und gesellschaftlichen Bereichen der Gesellschaft willkommen und normal.“ Zum Schluss also noch ein letztes Mal. Bist du nicht willkommen oder fühlst du dich nicht willkommen? Ersteres ist Rassismus, zweitens ist dein Problem.

Langer Rede langer Sinn: White Privilege ist die Idee, dass auch jeder Weiße der nicht rassistisch ist, sogar jene die sich direkt gegen Rassismus engagieren, immer noch von einem rassistischen System profitieren. Hohe Priester/innen der intellektuellen Eliten wachen darüber und ergreifen immer mehr politischen Einfluss, Selbstbeweihräucherung und Geld, gerechtfertigt mit dem edlen Kampf für die gute Sache.
Die 50 Beispiele täglichen White Privileges, die an die Studenten hier verteilt wurden, nicht von irgendwelchen Leuten, sondern von Leuten mit Lehrauftrag, mit Autorität, sind gefährlich. Sie bringen den gläubigeren Lesern bei sich selbst zu hassen, die Fundamente ihrer Gesellschaft zu hassen, Böses dort zu sehen wo keines ist, machen den Zweifler zum Häretiker und Rassisten. Und was noch schlimmer ist, sie passen zwar zur Ideologie, nicht aber zur Realität. Wer also schon anfällig für diese politische Denkweise ist, in der eine Klasse, Rasse, Sexualität, etc. schuld an allem ist, dann aber auf eine Welt treffen in der dies nicht offensichtlich der Fall sein scheint und dann daraus schließt, dass es alles nur versteckt stattfindet, der rutscht gefährlich ab. Denn wem man Dinge glaubhaft machen kann, die der Realität offensichtlich widersprechen, den macht man sich gefügig.

Die wahren Rassisten sind die, die einerseits alle Schuld einer Ethnie zuweisen wollen und andererseits sich als die mütterlichen Beschützer ihrer geliebten Minderheiten aufspielen, als könnten diese ihre Probleme nicht selbst lösen. Alles um sich selbst als tugendhaft, rechtschaffend und vor allem eines Gehaltes und einer gewissen Autorität würdig zu zeigen. Dies passiert gerade an deutschen Universitäten. Nicht von irgendeinem Spinner im AStA oder einem Flugblattverteiler vor der Mensa, sondern von Professoren so vertreten. Vivat academia, vivant professores.

 

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LEHREN AUS DEM CHAOSJAHR 2016 – TEIL 3: Links sind alle Hemmschwellen gefallen!

Das Jahr 2016 wird in einer von zwei Varianten in die Geschichte eingehen, entweder als eine irre Laune der Geschichte, oder als das Jahr in dem sich alles begann zu verändern. So oder so, es wird in Erinnerung bleiben. Es ist das Jahr in dem die AfD kolossal in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingezogen ist. Es ist das Jahr des Brexit-Votums. Es ist das Jahr von Donald Trump. Und auch wenn die Wahl von Norbert Hofer erst noch ansteht, ist es das Jahr in dem in Österreich die Grünen und die FPÖ die SPÖ und ÖVP auf die Zuschauerränge verwiesen haben. 2016 war soweit ein Jahr, von dem wir politisch viel lernen können. In Teil 3 beschäftigen wir uns mit der erschreckenden politischen Kultur die von Links in diesem Wahljahr zu sehen war.

 

Es gibt viele Probleme die man mit der Politik von links haben kann. Es kann um Sachfragen gehen, um die Dominanz linker Gesellschaftsvorstellungen in den Medien, um die Schlagseite der Presse, etc. Das ist alles normal, das gibt und gab es schon seit Generationen. 2016 haben wir jedoch etwas erlebt, dass zumindest in dieser Dimension, neu ist und das ist die aggressive Beanspruchung der Realität für sich. Eine bessere Formulierung fällt mir dafür nicht ein. Gemeint ist nicht nur der Anspruch in der politischen Gesamtdiskussion Recht zu haben, sondern der radikale, autoritäre und verständnislose Geist, der nicht einmal in der Lage ist zu begreifen, wie jemand anderer Meinung sein kann. Linke Politik, gerade bei den sogenannten Social Justice Warriors, die in Deutschland in den Gutmenschen ihr ähnlichstes Äquivalent haben, ist nun das Produkt einer jahrzehntelangen Konditionierung in der westlichen Welt geworden. Eine Konditionierung, die nun nicht nur eine Kulturrevolution darstellt, sondern auch damit begonnen hat ihre eigenen Kinder zu fressen.

Grundlage dieser Kulturrevolution ist dabei zwar eine heute inzwischen größtenteils verrentete Generation von Autoren, Journalisten, Professoren und Politikern, aber die aktuelle Eskalationsstufe kommt nicht von den altgedienten Kommunisten, sondern von Menschen die, wenn überhaupt, den Kommunismus nur nebenbei predigen, lieber aber von der Gerechtigkeit der Gesellschaft als Ganzes schwärmen. Feministinnen der dritten Generation, Bahnhofsklatscher, Antifa und Antinationale, die Grünen und in Übersee Gruppen wie Black Lives Matter. Was ihnen allen gemein ist, ist der Glaube (nahezu) unumstößliche Mechanismen und Gesetze innerhalb der Gesellschaft entdeckt zu haben, in denen nicht das Individuum eine Rolle spielt, sondern Strukturen und Kollektive. Nach Geschlecht, Alter, Rasse, Sexueller Orientierung, Bildung etc. teilen sie die Gesellschaft ein und weisen den einzelnen Abstufungen Werte auf einer Skala der Unterdrückung zu. Ein Mann ist weniger unterdrückt als eine Frau, ein Weißer mehr als ein Schwarzer, aber ist eine weiße Frau nun unterdrückter als ein schwarzer Mann? Das sind die akademischen Diskussionen innerhalb dieser politischen Klasse. Dass es zum Beispiel ein Homosexueller in Deutschland noch heute, auch wenn er keine staatlichen Repressionen mehr zu fürchten hat, vielleicht immer noch ein schwereres Leben hat als ein Heterosexueller ist ja soweit noch relativ unumstritten, doch wer sich aktiv bemüht sich im Alltag von Vorurteilen zu befreien, ja selbst gar kein Problem mit Homosexuellen hat, der müsste ja eigentlich von den Linken bejubelt werden, oder?
Falsch! Wie dieses in freier Wildbahn lebende Exemplar eines Social Justice Warriors so freundlich erklärt, sind alle Weißen Rassisten, alle Heterosexuellen homophob, alle Männer Sexisten und und und. Um in unserer heutigen Welt, in der auf gesetzlicher, persönlicher und institutioneller Ebene Gleichberechtigung zum Fetisch erhoben wurde, die noch bestehenden Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen zu erklären, kann man nämlich nur zwei halbwegs sinnvolle Antworten finden: Entweder der Mensch ist seines Glückes Schmied, ein Individuum und es gibt keinen vernünftigen Grund warum Männer und Frauen, Weiße und Schwarze, etc. statistisch gesehen genau gleich Ergebnisse haben sollten. Oder das Individuum ist nicht seines Glückes Schmied, sondern gefangen in den mehr oder weniger starren Strukturen der Gesellschaft und jede quantifizierbare oder gefühlte Ungleichheit zwischen Gruppe A und Gruppe B ist ein Beweis für Unterdrückung der jeweils benachteiligten Gruppe durch die andere. Die politische Linke, die sogenannten progressiven Kräfte, haben sich für Erklärung 2 entschieden. Die heute in den Kultur- und Gesellschaftswissenschaften dominanten strukturalistischen Ansätze haben ihre Vorherrschaft noch den wahrhaften Marxisten in den Professorstalaren zu verdanken, die auf Grund ihrer Prägung nicht individualistisch denken konnten, doch die sind meist weg. Ihre geistigen Kinder haben den Ansatz unkritisch übernommen und ihre Schlüsse daraus gezogen.

Wenn wir uns die Gesellschaft und das Rechtssystem anschauen, dann fehlt jede tatsächliche, institutionelle Erklärung dafür warum es noch Rassismus, Sexismus etc. in einem solchen Ausmaße geben kann, wie es von Links postuliert wird. Es heißt Frauen verdienen so viel weniger als Männer weil die Gesellschaft sexistisch ist, aber es gibt ein Gesetz das die ungleiche Bezahlung verbietet. Es heißt in den USA würde eine von fünf Frauen an Universitäten vergewaltigt, eine Zahl wie im Kongo, die sich in keiner einzigen Statistik auch nur ansatzweise finden lässt. Es heißt, dass Flüchtlinge nur kriminell werden weil wir ihnen nicht mit aller Kraft helfen, während das Land unter den Kosten ächzt.
Wie erklärt sich also der strukturell denkende Linke diese Diskrepanz zwischen eigenem Narrativ und der Wirklichkeit? Es muss noch Rassismus und ähnliche Phänomene geben, aber eben nicht mehr wirklich nachweisbar. Wie ein Homöopath der einem versichert, dass die „Medikamente“ funktionieren, es ist nur nicht ganz klar wie, so erklärt die progressive Gedankenwelt, dass Weiße ein höheres Einkommen und geringere Kriminalität haben, weil sie rassistisch sind und Schwarze unterdrücken, unterbewusst und ohne wirklich etwas dagegen tun zu können. Wer darauf antwortet, dass er nicht rassistisch sei, der kriegt zu hören wie „check your privilege“. Er ist ein solcher Höhlenmensch von gestern, dass er nicht mal weiß wie rassistisch er ist, das macht ihn nur noch schlimmer. Das ist die Aussage die dahinter steckt. Ein schönes Beispiel ist ein Mann dem das Internet den schönen Spitznamen Aids-Skrillex, wegen seines Aussehens, gegeben hat. In einem Video diskutiert er mit einem Trump-Wähler und erklärt diesem, dass er keine Meinung zum Schicksal von Minderheiten haben darf, weil er nicht weiß wie es ist unterdrückt zu sein. Der Trump-Wähler fragt ihn warum das? Seine Antwort ist: „You’re a fucking white male!“ Du bist ein verdammter weißer Mann. Diskussion beendet. Die Vehemenz mit der er dieses Argument vorträgt, die Entgeisterung mit der er der Frage allein begegnet, findet sich so auch an vielen anderen Stellen. Es ist die Reaktion die ein Physiker darauf hat, wenn man sagt, dass Gravitation nur eine Verschwörung sei. Die Reaktion eines Evolutionsbiologen auf einen Kreationisten. Da sie ja auf der guten Seite sind und diese unbestreitbar, ja unwiderlegbar gut ist, und sie ja doch öffentlich immer und immer wieder das gute Wort predigen, muss ja jeder der immer noch nicht ihrer eigenen Meinung ist bösartig sein. Nicht dumm, nicht uninformiert, nicht langsam, bösartig.

Es ist diese zugleich wissenschaftliche Sicherheit und religiöse Begeisterung, die dem Verhalten der Linken heutzutage zu Grunde liegt. Das äußert sich nicht nur in den für sich genommen eher belustigenden Youtube-Videos im Artikel, sondern auch in den Reaktionen auf die großen politischen Ereignisse des Jahres. Ein völlig entgeistertes Unverständnis war die Reaktion auf alle AfD-Erfolge des Jahres. Jedes Mal gab es nur einen Lösungsansatz: Wir müssen die AfD-Wähler zurück holen. Zurück holen, nicht auf sie zu gehen, nicht ihnen zuhören, sie zurück holen. Die Idee, dass auch nur ansatzweise etwas an ihren Thesen dran sein könnte ist an sich schon Häresie, haben diese Rechtspopulisten doch den Boden der unbestreitbaren Wahrheit verlassen. Sie sagen 2+2 ist 4, dabei ist es doch 5. Sie sind so gefangen in ihrer Weltanschauung, dass ihre Handlungen selbst dann noch falsch wären, wenn sie Recht hätten. Sie kämpfen gegen Rassismus in dem Black Lives Matter den Tod weißer Polizisten fordert. Sie kämpfen gegen Faschismus in dem sie gegen eine demokratische Wahl demonstrieren. Sie kämpfen für Toleranz in dem sie die weltweit intoleranteste Religion etablieren. Sie kämpfen auf Seiten der undemokratischen EU gegen den Faschismus. Sie zerstören als Politiker, Journalisten und Straßenkämpfer das Land, damit es bloß nicht von einem eingebildeten Feind kaputt gemacht wird.
Lächerlich erscheinende Tumblr-Feministen und Youtube-Gutmenschen mögen harmlos klingen. Doch sie sind Lehrer, Politiker, Journalisten, Meinungsmacher. Von heute und von morgen.

 

Teil 1: It’s not the Economy, Stupid!

Teil 2: Der ungezogene Widerstand gewinnt Wahlen

 

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LEHREN AUS DEM CHAOSJAHR 2016 – TEIL 2: Der ungezogene Widerstand gewinnt Wahlen!

Das Jahr 2016 wird in einer von zwei Varianten in die Geschichte eingehen, entweder als eine irre Laune der Geschichte, oder als das Jahr in dem sich alles begann zu verändern. So oder so, es wird in Erinnerung bleiben. Es ist das Jahr in dem die AfD kolossal in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingezogen ist. Es ist das Jahr des Brexit-Votums. Es ist das Jahr von Donald Trump. Und auch wenn die Wahl von Norbert Hofer erst noch ansteht, ist es das Jahr in dem in Österreich die Grünen und die FPÖ die SPÖ und ÖVP auf die Zuschauerränge verwiesen haben. 2016 war soweit ein Jahr, von dem wir politisch viel lernen können. In Teil 2 geht es um die unwahrscheinlichen Wahlhelfer des Rechtspopulismus, die Trolle des ungezogenen Widerstandes.

 

Es gibt ordentliche Reaktionen auf Politik die einem nicht gefällt. Man kann wählen gehen, vor Gericht ziehen, Petitionen starten, Kampagnen starten, etc. All diese Wege des politischen Widerstands, auch wenn wir sie meistens nicht so nennen, befinden sich in geordneten Bahnen. Für Wahlen gibt es Termine und Zettel, für die Gerichte gibt es Verfahrensregeln, für Petitionen gibt es Ausschüsse und Internetseiten und Kampagnen haben gesetzliche Rahmen. Das heißt auch, dass diese Wege des Widerstandes erwartet werden und all jene die ein großes Interesse daran haben deren Erfolg zu verhindern, ganz genau wissen wo die Engpässe sind, was man tun kann und muss um diese zu neutralisieren. Es hat einen Grund warum viele den Eindruck haben, dass Wahlen nichts bringen, Petitionen nie Effekt haben, usw. Der Grund ist eben genau die Tatsache, dass der rationale, geordnete Widerstand für sich genommen zwar durchaus einzelne Angelegenheiten für sich entscheiden kann, aber nie die Fundamente berühren wird. Die Abwehrmechanismen sind schon lange da, bevor man auch nur daran denkt wie man an ihnen vorbei kommt.

Die Vorwahlen für die Kandidatur der Republikaner haben wiederum ein absolut perfektes Beispiel für ungezogenen Widerstand geliefert. Als Donald Trumps einziger ernstzunehmender Konkurrent Ted Cruz noch im Rennen war, wollten Trump-Unterstützer ihn natürlich in irgendeiner Form schlecht machen. Also was taten sie? Sie griffen nicht seine Politik an, nicht sein Privatleben, nicht seine Worte, nein sie verbreiteten ein Meme, nach dem Ted Cruz der Zodiac-Killer sei. In Windeseile war dieser Running Gag überall zu finden und wurde von jedermann wo immer möglich untergebracht. Zur Information: Der Zodiac Killer war maßgeblich von 1968-1969 aktiv, Ted Cruz wurde 1970 geboren. Der Vorwurf war so absurd, dass man eigentlich davon ausgehen müsste, dass es neben einem kleinen Schmunzeln keinerlei Effekt haben würde. Doch es war anders. Der Zodiac-Killer blieb hängen, nicht als tatsächlicher Vorwurf, aber Ted Cruz war auf einmal der Typ, über den alle den Zodiac-Killer-Witz machten. Und was hätte er auch dagegen machen können, es gab keine Musterantwort, wie für sämtliche Angriffe auf seine Politik. Hätte er sich wirklich vor die Kameras stellen sollen und sagen „Ich bin nicht der Zodiac-Killer“, wie damals Christine O’Donnel in ihrem Wahlkampf für den US-Senat, die nach Vorwürfen öffentlich bekräftigte keine Hexe zu sein. Gleichzeitig hätte mitlachen den nicht unbedeutenden Teil der Offline-Wähler, die überhaupt nichts von dem Witz mitgekriegt hatten, sicherlich verstört. Ted Cruz war gefangen.

Ähnlich hart traf Hillary Clinton der Einsatz der Memes der Alt-Right und der professionellen Trolle im Trump-Lager. Das Erfolgsrezept kam dabei sogar von Donald Trump persönlich: „Don’t back down, double down!“, also „Nicht nachgeben, nachlegen!“. Als es hieß, dass Trump wie Hitler sei antwortete die Alt-Right mit „Wenn’s nur so wäre“. Als man Trump Faschismus vorwarf, wurde Trump zum „God Emperor of Mankind“ erklärt. Pepe the Frog Memes tauchten auf einmal im Internet als pro-Trump Memes auf. Was als Spielereien von ein paar Spinnern auf 4chan abgetan werden könnte, bekam so viel Aufmerksamkeit im Internet, auch im Mainstream, dass Hillary Clinton gezwungen war eine Rede dazu zu halten. In dieser nannte sie den grünen Cartoonfrosch ein Hasssymbol, verlas Schlagzeilen des Profi-Trolls Milo Yiannopoulos und erklärte das alles zu einer nationalistischen, rassistischen Verschwörung angeführt von Wladimir Putin. Wer nicht sowieso schon zu den unbelehrbaren Clinton-Anhängern gehörte, der fand diesen Auftritt, diese Reaktion und diese Verschwörungstheorie mindestens bizarr. Aber wie sollte man auch in irgendeiner Form angemessen darauf reagieren, dass man mit merkwürdig gezeichneten grünen Fröschen konfrontiert war?

Doch waren die Trolle wirklich so entscheidend? Waren sie nicht nur ein Randphänomen dieser verrückten Wahl? Sie waren ganz entscheidend, denn dank der sozialen Medien stellen sie nun eine Waffe dar, deren Reichweite nahezu unbegrenzt ist. Und ihre Schlagkraft basiert auf vier Dingen:
Erstens schaffen sie ein Gruppengefühl bei den „Ungezogenen“. Sie haben ihre eigene Symbolsprache, die erst einmal nur sie verstehen und sie haben Spaß daran wie die Außenwelt diese versucht zu entziffern und daran immer knapp vorbeischrammt.Wenn die Memes dann auch nur eine Sekunde in der weiteren Öffentlichkeit stehen, dann fühlen sie sich mächtig, sind motiviert mehr zu machen. Eine Kettenreaktion findet statt, dezentral und unorganisiert.
Und da haben wir die zweite Stärke. Durch die Dezentralisierung mögen zwar einzelne Personen oder Plattformen identifizierbar und angreifbar sein, nie aber die Gesamtheit. Das trifft zwar auf alle Online-Bewegungen zu, da es sich hier aber um eine Bewegung von rechts handelt und ganz bewusst gesellschaftliche und teilweise auch rechtliche Tabus gebrochen werden, macht diese Anonymität alles erst möglich.
Der Tabubruch ist die dritte Stärke. Die politische Linke überall auf der Welt hat das 20. Jahrhundert mit dem Aufbau ihrer eigenen Kulturdominanz. Seit den 90er Jahren nutzen sie diese als Waffe, in Form der politischen Korrektheit. Das mag eine mächtige Waffe sein, aber dieses Jahr hat gezeigt, dass man sich zu sehr auf sie verlässt. Bis vor kurzem hat jeder der als Rassist, Sexist etc. beschimpft wurde sich sofort entschuldigt. Auch die alteingesessenen Politiker in Europa und Amerika haben dies immer getan. In dem Moment in dem sich eine Person wie Trump oder eine Bewegung wie die Alt-Right weigert dies zu tun, werden sie kugelsicher. Die Strategie gegen sie kann nicht aus der Schublade gezogen werden und das Ergebnis sind chaotische Blamagen wie Clintons Rede.
Die vierte Stärke ist Humor. Trollaktionen sind lustig, egal von welcher Seite. Da aber, zumindest zur Zeit, die Linke für deutlich mehr Autorität steht als die Rechte, ist sie anfälliger für Humor. Niemand über den man lacht, kann Autorität über einen haben, zumindest nicht so lange er einem nicht tatsächlich eine Waffe auf die Brust setzt. Und Autorität, Kontrolle, etc. ist niemals so witzig wie sich gegen sie zu wenden.

Noch ist diese Art Troll, dieser ungezogene Widerstand ist zur Zeit noch ein vor allem amerikanisches Phänomen, doch auch Europa lernt. Bereits jetzt gefallen sich zum Beispiel die Online-Präsenzen der Jungen Alternativ darin Tabus zu brechen, ohne sich jemals dafür zu entschuldigen. Auch hier wird diese Art Wahlkampf eine immer wichtigere Rolle spielen, denn er ist für den klassischen Wahlkampf was der Partisanenkrieg im Hinterland für die geordnete Front ist. Ständig muss der politische Gegner sein Augenmerk kurz abwenden, verliert den Fokus, muss sich mit dem völlig Unbekannten, Irrationalen und Unerwarteten auseinandersetzen. Alles nur weil ungezogene Trolle im Internet jeglichen Respekt für Konventionen verloren haben.

Teil 1: It’s not the Economy, Stupid!

Teil 3: Links sind alle Hemmschwellen gefallen

 

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Lehren aus dem Chaosjahr 2016 – Teil 1: It’s NOT the economy, stupid!

Das Jahr 2016 wird in einer von zwei Varianten in die Geschichte eingehen, entweder als eine irre Laune der Geschichte, oder als das Jahr in dem sich alles begann zu verändern. So oder so, es wird in Erinnerung bleiben. Es ist das Jahr in dem die AfD kolossal in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingezogen ist. Es ist das Jahr des Brexit-Votums. Es ist das Jahr von Donald Trump. Und auch wenn die Wahl von Donald Trump und Norbert Hofer erst noch ansteht, ist es das Jahr in dem in Österreich die Grünen und die FPÖ die SPÖ und ÖVP auf die Zuschauerränge verwiesen haben. 2016 war soweit ein Jahr, von dem wir politisch viel lernen können. In Teil 1 lernen wir, dass die Wirtschaft zwar in vielen Wählerschichten nicht mehr die bedeutendste Rolle  spielt, die herrschenden Klassen und die Libertären aber genau das übersehen haben.

Aus meiner Zeit in der Jungen Union und in der CDU habe ich unter meinen Facebook-Freunden noch zahlreiche Karteileichen, darunter einige inzwischen recht wichtige Amtsträger. Einige haben mich inzwischen gelöscht, ich niemanden, denn ich habe gerne diese zusätzliche Perspektive in meinen Neuigkeiten. Besonders hart merkte ich den Unterschied in diesem Jahr bei der Entscheidung zum Brexit. Nicht nur wurde vor diesem mehr als nur dramatisch gewarnt, sondern jede noch so kleine Nachricht über einen noch so kleinen Sack Reis der irgendwo auf der Insel umgefallen war wurde genüsslich breitgetreten, darunter einige glatte Lügen. Interessant ist, dass es dabei immer nur um ein einziges Thema ging: Wirtschaft. Immer wieder sagte man den Briten, dass es ihnen innerhalb der EU doch so viel besser gehen würde, es wurde vorgerechnet was es den Durchschnittshaushalt kosten würde auszutreten, die Vorzüge des gemeinsamen Marktes wurden aufgezeigt, und und und.
Dem Brexit-Lager wiederum ging es um die Souveränität Großbritanniens, den Europäischen Gerichtshof, Einwanderung und arrogante Eliten. Und gleichzeitig auch um die Wirtschaft. Sie erkannten sogar an, dass es möglicherweise negative wirtschaftliche Folgen haben könnte wenn man die EU verlässt, aber erstens sei das nicht sicher, zweitens habe man auch ganz andere Chancen, und drittens sei es die Souveränität Großbritanniens und der Schutz der Kultur durchaus wert ein wenig Geld zu verlieren. Und das Ergebnis war der Brexit.

Es ist in den USA nicht viel anders. Die Wirtschaftsprogramme von Hillary Clinton und Donald Trump sind nicht gerade ideal und beide werden von Ökonomen kritisiert. Die Tatsache, dass es das Wahlvolk nicht groß zu interessieren scheint ob Freihandel, auch wenn er einzelne Jobs kostet, der Wirtschaft insgesamt nützt, wird gerade von libertärer Seite hart kritisiert. Wie kann der Wähler nur so dumm sein und vor allem wie können so viele Libertäre auf einmal auf der Seite von Donald Trump stehen, selbst Radikale wie Stefan Molyneux? Die Antwort hierauf ist in der Kurzform „Identität“. In der langen Form hat sie zwei Aspekte:
Erstens ignorieren gerade ökonomisch sehr rational denkende Libertäre häufig die Tatsache, dass hinter einem bestimmten Beruf mehr steckt als nur ein Einkommen für Arbeit. Einige Gebiete in den USA, gerade zum Beispiel die großen Industriestandorte wie Flint oder Detroit in Michigan, haben eine, für amerikanische Verhältnisse, fast schon ewige Arbeitertradition. Wenn vom Urgroßvater bis zum Vater alle in der Familie bei General Motors Autos gebaut haben, dabei genug Geld verdient haben, dass die Frau zu Hause bleiben konnte und das ansehnliche Haus im Vorort pflegte, dann setzt das eine Identität in die Familie. Wenn man dann selbst, weil die Fabrik inzwischen zu 90% aus Robotern besteht und viel ins Ausland ausgelagert wurde, drei Jobs im Dienstleistungssektor knapp überm Mindestlohn machen muss um sich über Wasser zu halten, vielleicht das Familienhaus verkaufen muss um in eine Wohnung in der Innenstadt zu ziehen, dann ist das nicht nur einfach der Wechsel von einem Beruf zum anderen. Es ist der Verlust der familiären Identität, unfreiwillig. Man kann diesem Mann so viel erzählen wie man will über die Vorzüge von Freihandelsabkommen, oder dass die Billigkonkurrenz aus China uns am Ende doch alle reicher macht. Wenn er einfach nur einen Job verloren hätte, dann könnte das funktionieren, dann könnte er optimistisch in die Zukunft schauen und denken, dass sich auf Dauer die Wirtschaft verbessern wird und er wieder bessere Jobs kriegt. Aber so frei der Freihandel auch sein mag, es ist unwahrscheinlich bis unmöglich, dass er zu seinen Lebzeiten bei General Motors arbeiten wird. Was er aber machen kann, das ist abzustimmen für jemanden der verspricht die japanische Billigkonkurrenz und im Ausland gefertigte US-Marken so hoch zu bezollen, dass der attraktive US-Markt nur noch sinnvoll zu bedienen ist, indem man in den USA produziert, auch wenn das teuer ist. Hier wird nicht nur Geld, sondern vor allem Identität gewählt.
Der zweite Aspekt der Identität betrifft die Freiheit. Die amerikanische Kultur hatte ungefähr 200 Jahre lang einen automatischen Selektionsmechanismus für Freiheit. Jeder der die ungeheuren Strapazen und Kosten auf sich nahm in die USA zu kommen, der floh meistens wegen der Freiheit und schätzte sie, oder er besaß den Pioniergeist, der ihn über den Atlantik trieb und Einmischung in seine Träume verachtete. Dies hat sich spätestens seit der Mitte des 20. Jahrhunderts geändert. Nicht nur stellt die Reise nach Amerika kein großes Risiko mehr da, der auch dort existente Wohlfahrtsstaat sorgt dafür, dass nun auch die kommen, die einen eher sozialistischeren Geist haben und kein Problem damit haben wenn entweder sie sich vom Staat aushalten lassen, oder andere es tun. Generation für Generation verliert ein ums andere Mal ein wenig Elan für die Freiheit. Mehr Einschränkungen der Meinungsfreiheit, mehr Waffengesetze, mehr Staat, mehr Krieg, mehr Bespitzelung, es wird immer mehr akzeptiert, weil Amerika kein Land mehr ist, in dem die Verteidigung der Freiheit eine Voraussetzung für persönlichen Erfolg ist. Und diese Identität, dieses Selbstverständnis, wird durch Einwanderung stark verändert. Studie um Studie belegt, dass die Neuankömmlinge, wenig überraschend, die Kultur ihrer Heimat mitbringen und seit einigen Jahrzehnten keinen Anreiz mehr haben die ihres Gastlandes zu übernehmen. Das Ergebnis schlägt sich auch in Wahlen, tendenziell für die Demokraten, nieder. Forciert wird dies inzwischen ganz bewusst, so hat die Regierung Obama zum Beispiel syrische Flüchtlinge ausschließlich in Gemeinden und Kreisen untergebracht, die bisher stabile Mehrheiten für die Republikaner liefern. Da Obama schon zahlreiche Amnestien und Staatsbürgerschaften für illegale und legale Einwanderer verliehen hat, und damit das Wahlrecht, haben wir es hier mit demographischem Wahlkampf zu tun.

Und hier, im letzten Satz, zeigt sich der Grund warum so viele Libertäre und staatsskeptische Konservative auf einmal auch denen hinterherlaufen, die keine dezidierten Libertären sind, wie Trump, der AfD, oder UKIP. Identität, so könne man ja meinen, wäre kein libertäres Problem an sich, denn die sollte ja nicht befohlen werden und da stimme ich zu. Aber die Situation ist anders. Den Wohlfahrtsstaat auch deswegen abzuschaffen, weil das zu weniger Armutsmigration führt, das war schon länger ein Argument, aber eher ein langfristiger Ansatz. Nun, wo diese Völkerwanderung im Gange ist, ausgelöst durch staatliche Kriege, gefördert durch staatliche Anreize und ohne jegliche Intervention auf expliziten Wunsch der Regierungen, ist eine langfristige Lösung lächerlich. Jetzt macht es Sinn denen, die einen Wohlfahrtsstaat unterstützen, zu zeigen was er auslösen kann, aber es ist absolut utopisch ihn so schnell abzuschaffen, dass es noch möglich ist den demographischen Wahlkampf so vieler Regierungen zu unterbinden. Es ist schon so hart genug Europäer und Amerikaner, die zumindest in einer Tradition von Freiheit und Kapitalismus, wenn auch nicht immer in einer solchen Realität, leben, von libertären Werten zu überzeugen. Wie wird es dann erst die zu überzeugen, bei denen Religion, Tradition, Anreize und Kultur diesen Idealen komplett entgegen stehen.

It’s not the economy, stupid! Wer sich am Kopf kratzt und fragt wie man als freiheitsliebender Mensch nur so dumm sein kann für eine Partei mit Mindestlohn im Programm zu sein, oder eine Mauer an der Grenze zu bauen, oder aus einem gemeinsamen Markt auszutreten, der hat nichts verstanden. Den Wählern ist es durchaus bewusst, ihnen ist nur zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg anderes wichtiger. Wer den Libertarismus über das Chaos-Jahr 2016 retten will, der muss wissen wie man diese Sorgen und Nöte mit libertärer Politik ansprechen kann.

Teil 2: Der irrationale Widerstand 

Teil 3: Links sind alle Hemmschwellen gefallen

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Ein Dorf, eine Krankenversicherung, und der dicke Peter – Ein konservativ-libertärer Vorschlag

Gesamtgesellschaftliche, staatliche Krankenversicherungen haben ein großes Problem: Die Leute ruhen sich auf ihr aus. Da sich, anders als bei einer privaten Versicherung, der Lebensstil, oder die eigene Krankheitsgeschichte nicht direkt auf die Gebühren auswirken und selbst bei der eigenen Zahlungsunfähigkeit noch das wichtigste abgedeckt wird. Das heißt, dass in der quasi-sozialistischen Krankenversicherung der junge Marathonläufer und der kettenrauchende, übergewichtige Rentner beide gleich einzahlen, unterschieden nur durch ihre Einkommen, nicht ihre Belastung der Krankenkasse. Es gibt dazu zwei altbekannte Lösungen, sie sind beide nicht besonders gut. Zum Beispiel kann man mit Steuern, Subventionen, Steuererleichterungen, Verboten, Kursen, etc., versuchen das Problem einzudämmen. Eine andere Methode ist der gute alte Gruppendruck. Der funktioniert, aber nicht mehr heute. Zur Erklärung müssen wir in ein Dorf:

In den Sozialwissenschaften gibt es eine magische Zahl, die 150. Sie heißt Dunbars Zahl und man findet Sie überall. 150 Mitglieder hat das durchschnittliche vor-industrielle Dorf, eine römische Armeeeinheit, moderne Kompanien, usw. Es ist die Zahl Menschen die man „kennen“ kann, also die Menschen mit denen man vielleicht nicht perfekt befreundet ist, aber von denen man weiß wer sie sind, was sie machen, und  die man mag oder eben nicht.

Stellen wir uns vor wir leben in einem Dorf mit eben diesen 150 Menschen und wir haben uns entschieden eine gemeinsame Krankenversicherung im Dorf einzuführen. Jeder gibt 5% Gesundheitssteuer in die gemeinsame Kasse und von der werden alle Behandlungen, Medikamente, etc. bezahlt. Eines Tages hat in diesem Dorf Peter eine Idee: Er arbeitet schon lange nicht mehr körperlich, sondern gemütlich an einem Schreibtisch. Frau und Kinder hat er schon lange, also hört er mit dem Sport auf, den er schon die ganze Zeit nicht mochte. Er isst aber weiter wie vorher, ja auf Dauer sogar mehr. Peter wird dick, sehr dick. Und das hat medizinische Folgen, wie Diabetes, Fettleber, oder Gelenkprobleme. Wegen solchen Gesundheitsproblemen ist er nun in Behandlung, nimmt Medikamente, hat Eingriffe, etc. und das bedeutet, dass Peter die Gesundheitskasse des Dorfes überproportional beansprucht. Das an sich ist nicht das Problem, auch ein Krebspatient oder ein Unfallopfer beanspruchen die Kasse überproportional. Aber Peter hat keine zufällige Krankheit, Peter beansprucht die Kasse weil er Übergewicht hat und nicht abnehmen will. Wenn nun wegen diesen Kosten die Gesundheitssteuer auf Dauer um auch nur 0,1% angehoben werden muss, dann wird Peter unter enormem sozialen Druck stehen, denn jeder weiß in dieser kleinen Gemeinschaft, dass Peter dafür verantwortlich ist, dass alle nun mehr bezahlen müssen.

Aber wir leben nicht in einem kleinen Dorf, wir leben in einem Land mit 82 Millionen Bürgern und das bedeutet, dass zwar die Kosten genauso da sind, weil es jetzt eben Millionen von dicken Peters gibt, statt nur einem, aber die Kosten, und damit die individuelle Verantwortung, verdünnt werden. Zum Beispiel mögen für Millionen von Beitragszahlern die zusätzlichen Kosten für einen dicken Peter jeweils auf kaum einen Cent pro Monat kommen, aber die dicken Peters summieren sich. Nur der soziale Druck summiert sich nicht. Wenn meine Beiträge erhöht werden und ich mich deswegen  beim dicken Peter nebenan beschwere, dann kann dieser wahrheitsgetreu sagen, dass er mich nicht mal einen Cent kostet. Die individuelle Verantwortung für die Kosten die Übergewichtige, Raucher, Drogenkonsumenten, etc. verursachen ist so verdünnt, dass es keinen nennenswerten sozialen Druck gibt der, zumindest aus diesen Gründen, Leute davon abhält Kosten für die Allgemeinheit zu verursachen.

Obwohl, es gäbe eine Möglichkeit alle dicken Peters, rauchenden Pauls, saufende Lisas und wie sie alle heißen zur Verantwortung zu ziehen: Gesetzliche Verbote und Nachteile. Man kann das Rauchen verbieten, oder Fast Food, oder jedem Bürger wöchtentlich 2×2 Stunden Sport im örtlichen Sportzentrum verordnen. Nur das Problem ist: Nicht jeder dicke Peter hat Diabetes, nicht jeder rauchende Paul hat Lungenkrebs und nicht jede saufende Lisa braucht eine neue Leber. Kollektivbestrafung trifft also auch hier die Unschuldigen, genau wie Strafsteuern auf zum Beispiel Zigaretten.

Wenn wir also den sozialen Druck in einem großen Land nicht wirken lassen können und ohne ihn eine ständig wachsende Belastung für die Allgemeinheit haben, dann muss es eine andere Lösung geben, mit der wir vermeiden, dass jeder dafür verantwortlich ist welche Kosten er verursacht. Gott sei Dank gibt es diese Lösung: Zahl deinen eigenen Kram!

Stellen wir uns mal eine Welt vor in der wir nicht unser Geld in einen Topf werfen, sondern unser Geld behalten und davon bezahlen wenn wir krank werden? Wie wär es damit? Es ist nicht nur der Traum des Libertären, der nicht will, dass der Staat hier eingreift und der weniger Steuern und mehr Wettbewerb will, es ist auch der Traum des Konservativen. Warum? Ganz einfach. Eine Gesellschaft in der finanziell jeder für sich, Eltern für ihre Kinder, Kinder für ihre Eltern etc. sorgen, bringt zwangsläufig eine deutliche Stärkung der konservativen Werte mit sich. Sparsamkeit, damit man auf Probleme vorbereitet ist, vernünftige Enthaltsamkeit, um Geschlechtskrankheiten und ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, Disziplin und Fleiß, um sich fit zu halten und das Geld für die Vorsorge zu haben, Familie, um sein eigenes soziales Netz zu haben, Selbstständigkeit, um anderen nicht unnötig auf der Tasche zu liegen.

All diese Werte, ja eigentlich Tugenden, schätzt der Konservative. Doch auch sie fielen nicht vom Himmel, sie entstanden aus der Notwendigkeit eben für sich und seine Nächsten zu sorgen, keine Last für die Gemeinschaft zu sein. Diese Werte bauten die Welt in der wir leben, die so reich wurde, dass man diese Werte nicht mehr brauchte um zu überleben oder sozial akzeptiert zu werden. Für den Konservativen sind sie aber auch Selbstzweck, denn nur weil man kann, sollte man anderen keine Last sein. Nur weil es uns gut geht geht, heißt das nicht, dass es uns nicht besser gehen könnte. Nur weil es uns jetzt gut geht, heißt das nicht, dass es uns nicht irgendwann wieder schlechter geht und wir unsere konservativen Werte brauchen.

Die konservativen Werte sind die der Freiheit. Wo sie befolgt werden, da entsteht weniger Abhängigkeit, weniger Eingriffe des Staates, weniger Rufe nach der Hilfe des Staates. Wo die Freiheit herrscht, da kann sie nur stabil bleiben, wenn diese Werte befolgt werden. Und wo die Freiheit herrscht, da bedingt sie die Etablierung dieser Werte, ohne Zwang. Wo alles auf die Gemeinschaft zurückfällt oder abgeschoben wird, da bleibt nur der Staat zum Helfen und je mehr sie sich helfen lassen, desto eher werden Menschen für einen stärkeren Staat sein und immer mehr Herrschaft akzeptieren, so lange ihre Versorgung sicher ist.

 

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Spotify, Netzneutralität, die EU und die Schrecken des freien Marktes

Ok, es reicht. Die letzten 9 Artikel im Baumhaus haben sich nicht mit dem freien Markt beschäftigt. Ok, es war ja auch einiges los, dass den Fokus mehr auf Politik, Kultur und Terror legte, aber das war in einer Zeit vor dem 11. September, also dem 11. September 2016, der Tag an dem ich mein Datenvolumen für den Monat September aufgebraucht hatte und am eigenen Leib die Folgen der EU-Regulierungen, vor allem aber komplett heilloser Panikmache erfahren habe. Ich spreche natürlich von der Netzneutralität und der Tatsache, dass ich nun wegen Spotify verlangsamtes Internet habe.

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Was war passiert? Nun, ich hatte mal einen Vertrag bei T-Mobile, der mir 12GB Datenvolumen verschaffte, mehr als ich jemals in einem Monat verbraucht hatte, auch nicht mit Youtube und Spotify. Nun wurde mir der Vertrag aber zu teuer und so habe ich mich für einen billigeren Vertrag entschieden und der hat nur 2GB pro Monat. Im Vertrauen darauf, dass das Youtube-Videos mehr Daten verbrauchen als Musik auf Spotify, nutzte ich unterwegs nur noch letzere App. Doch ich bin viel unterwegs und aufgebraucht waren die Daten also schon nach 11 der 30 Tage im September. Aber es gab eine Lösung. Im Hinterkopf hatte ich ein Angebot der Telekom, dass ich bei meinem alten Volumen nie genutzt hatte: Die Spotify-Option. Ohne einen einzigen Cent Mehrkosten, hätte ich auf diese Art und Weise Spotify über meine Handyrechnung abgerechnet und der Datenverbrauch von Spotify wäre nicht auf mein Datenvolumen angerechnet worden. Eine perfekte Lösung, wäre da nicht die EU.

Ich war zu spät. Nur wenige Tage zuvor waren die Regelungen zur Netzneutralität von der EU fertig gestellt worden. Und die haben nun endlich die Menschheit vor dem schrecklichen Übel des Zero Rating gerettet. Zero Rating ist genau das, was die Spotify-Option gemacht hat, soll heißen, dass ein bestimmter Dienst nicht auf den Datenverbrauch angerechnet wird. Es ist bei diesem Fall genau wie beim Rest der angeblichen Schrecken des freien Marktes, vor denen uns die Netzneutralität bewahren soll: Aktivisten machen Radau und Politiker greifen es begierig auf, um sich mehr Macht zu sichern, in diesem Fall über das Internet.

Die Argumentation der Aktivisten ist so simpel wie falsch: Wenn eine Firma einen Anbieter wie die Telekom dafür bezahlt, dass dieser ihre Dienste entweder bevorzugt (also zum beispiel mit höherer Geschwindigkeit bereit stellt) oder anderweitig bevorteilt (zum Beispiel durch Zero Rating), dann sei dies nur ein erster Schritt Richtung Ende des „freien“ Internets. Denn, so heißt es zum Beispiel bei netzpolitik, wären dann alle anderen Dienste benachteiligt, weil sich der Endbenutzer vor allem für die Nutzung der VIP-Dienste entscheiden würde. Doch schaut man genau hin, so ergibt diese Argumentation überhaupt keinen Sinn, zumindest nicht wenn man damit einen Eingriff in die tatsächliche Freiheit des Marktes und des Internets rechtfertigen will.
Warum entscheidet sich der Endbenutzer für den VIP-Dienst? Weil er ihm mehr bietet, meistens ohne Aufpreis. Was ist das Problem daran? Es gibt mehr Leistung und die Kosten dafür trägt der Dienst selbst, indem er den Anbieter bezahlt. Verschiedene Anbieter tun sich mit verschiedenen Diensten zusammen. Wenn ein kleinerer Dienst sich dies nicht leisten kann, dann ist er eben nicht in der Lage eine Dienstleistung anzubieten, die andere anbieten können. Und? Nein ernsthaft, was ist daran schlimm?
Aber selbst dann muss es nicht der Fall sein, dass der kleinere Dienst zwingend leidet. Ich habe die nächsten Wochen nur extrem langsames Internet unterwegs, das heißt ich nutze nur die absolut notwendigen Funktionen, checke Emails und Messenger, ab und zu facebook. Aber ich höre keine Musik, schaue keine Videos und lese keine Artikel, denn selbst die einfachsten Nachrichtenseiten bestehen inzwischen aus soviel Bildern und Werbung, dass ich minutenlang auf eine Seite warten muss. Das alles weil mir mein Spotify voll angerechnet wurde. Hätte ich mir diesen Teil meines Volumens gespart, könnte ich jetzt auf andere Dienste zugreifen, darunter auch die kleineren, theoretisch benachteiligten, Anbieter. Aber genau auf sie kann ich vor allem dann zugreifen, wenn ich meine Lieblingsdienste ohne Belastung benutzen kann. Je mehr ich mich einschränken muss, desto eher nutze ich nur eine kleine Spannweite von Apps.

Die ganze Prämisse der Netzneutralität ist Schwachsinn, geboren aus der irrationalen Angst vor allem was nicht streng kontrolliert und reguliert passiert, Gesetz gewordener Paternalismus einerseits und Wunsch nach Führung andererseits. Vorhaben wie dieses bieten der Politik immer wieder die Möglichkeit ihre Kontrolle auf zuvor freie Bereiche der Lebenswelt auszudehnen. Das kann ganz einfach gehen. Die EU hat nämlich nicht einfach nur stumpf durch die Gegend verboten, sie hat auch einige wenige Ausnahmen eingearbeitet. Das sind Präzedenzfälle die zeigen, dass die EU eben bereit ist Ausnahmen zu gewähren. Damit sind die feinen Herren und Damen in Brüssel in der Lage ihr eigenes Gesetz zu untergraben und zu unterlaufen, wie es ihren Spendern, Freunden oder eigenen Ideen gefällt. Das ist die wahre Macht, nicht das Verbot, sondern die gezielte Ausnahme verteilen zu können. Diese Macht haben Aktivisten der EU auf dem Silbertablett überreicht.
Wieso haben Sie das gemacht? Ganz einfach: Irrationale Ängste. Sie schrien, dass Zero Rating die „Kleinen“ benachteiligen würde. War das passiert? Nein, sie meinten nur es könnte. Sie schrien, dass Anbieter nicht-zahlende Dienste bis zur Nicht-Nutzbarkeit drosseln würden. War das passiert? Nein, sie meinten nur es könnte.
Es ist die leidige Angst vor dem freien Markt, die dereinst auch die Panik vor Monopolen hervorgebracht hat. Die Angst, die behauptet, dass Strom, Wasser, Verkehr usw. auf keinen Fall durch den Markt bereit gestellt werden könnten. Die Angst, die dem Arbeitnehmer nicht zutraut einen niedrigeren Lohn für andere Vorteile (Berufseinstig, Erfahrung, Übergang, etc.) in Kauf zu nehmen und alle Löhne unter 8,50€ verboten hat. Es ist die Angst die meint, dass es unverantwortlich ist die Medienwelt dem Einfluss von zahlenden Werbekunden zu überlassen, aber Fernsehen und Radio unter direkter staatlicher Kontrolle sind harmlos. Es ist das Denken der Schwachen einerseits und der Kontrollsüchtigen andererseits.

Nichts, aber auch wirklich gar nichts von dem wovor die Aktivisten der Netzneutralität warnten gibt es wirklich. Die negativen Folgen gibt es aber jetzt schon. Mein Spotify wird wieder auf mein Volumen angerechnet, zum selben Preis, das Angebot von Anbietern wird wieder ein Stück gleicher, wo sie sich nicht mehr mit exklusiven Angeboten hervortun können, ich werde deutlich weniger Dienste deutlich seltener nutzen können, wodurch zum Beispiel auch die Tantiemen der Künstler sinken. Aber immerhin, wir haben die Welt gerettet, vor Gefahren die es nie gab, nicht gibt und nie geben wird.

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Familie und Nation – Mein überraschend patriotischer, linker Verwandter

Ich mag meine Familie. Die allermeisten sind lustiger Umgang, vom italienischstämmigen Hüttenarbeiter bis zu Professoren ist alles dabei, manche sind vor Ort, für andere ergibt sich ab und zu die Gelegenheit zu reisen. Aber auch politisch finden sich die verschiedensten politischen Einstellungen dort, auch welche, in deren Weltanschauung ich so gar nicht hinein passe. Ohne zu viel ins Detail zu gehen, kürzlich erhielt ich einen sehr interessanten Vorwurf von einem besonders Linken aus meiner Verwandtschaft: Mit meiner “patriotischen” und “rechten” Politik, sei ich eine Schande für meine Familie und würde ihren Namen beschmutzen. Schon merkwürdig, so patriotisch hätte ich den Linken gar nicht eingeschätzt.
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Bevor jemand fragt: Nein, nicht meine Familie.

Analysieren wir das Mal: Ich vermute mal ganz stark, dass der Linke (ich bleibe mal bei diesem “Namen”) niemals stolz darauf wäre, dass er Deutscher ist. Würde man ihm dies vorschlagen, wäre er warscheinlich aufs Höchste pikiert und würde erklären, dass es keinen Grund gibt auf etwas Stolz zu sein worauf man keinen Einfluss hatte. Wo man geboren wurde ist völlig zufällig, und sowieso, man kann nicht auf Deutschlands Vergangenheit stolz sein, weil das meiste war schändlich und am Rest hatte man keinen Anteil. Auch wäre er sicherlich der erste der dafür wäre, dass Deutschland mehr Ausländer aufnimmt, der für eine vielfältige, möglichst Multi-Kulti-Nation wäre und der fremde Kulturen als in jeder Hinsicht gleichwertig mit unserer sieht. Dieser (irrige) Glaube sei ihm gelassen.
Wenn er dies jedoch tatsächlich glaubt, dann muss konsequenterweise auch die Familie mit dem selben Gedankenmuster bedacht werden. Denn keiner von uns hat sich seine Familie ausgesucht, durch reinen Zufall kamen wir zu unseren Eltern, Geschwistern, Großeltern, etc. Es gäbe für mich keinerlei Grund stolz darauf zu sein, dass ich aus dieser Familie stamme, denn ich habe ja keinen Anteil daran gehabt was meine Vorfahren, tot und lebendig, vor und nach meiner Geburt, getan haben. Was sie beruflich erreicht, was sie an Nachfahren, Ideen und Traditionen hinterlassen haben, nichts davon darf ein Grund für mich sein stolz darauf zu sein woher und von wem ich komme. Und um Gottes Willen, wie könnte ich nach dieser Logik zum Beispiel behaupten, dass meine Familientraditionen besser sind als andere, dass ich sie gerne auch für kommende Generationen erhalten würde? Und schließlich wäre es auch zwingend notwendig, dass es mir im Zweifelsfall egal sein müsste, wenn die Familie ausstirbt, oder alles aufgibt was ich an ihr schätze. Alles andere wäre Chauvinismus.
Es müsste mir weiterhin egal sein wer und was in meine Familie kommt und wer nicht. Ob mein Schwiegersohn, oder der neue Verlobte meiner Cousine, oder wer auch immer zur Familie passt, mag vielleicht nicht meine Entscheidung sein, definitiv aber meine Meinung. Und wenn zum Beispiel wegen meinem Schwiegersohn meine Enkel Weihnachten auf eine so völlig andere Art und Weise feiern als ich es kenne, zum Beispiel die Kinder mit Mikrowellenessen vor dem Fernseher, während die Eltern auf eine Party gehen, dann fände ich das einen Wandel meiner familiären Kultur zum Schlechteren und würde versuchen Gegenmaßnahmen zu treffen. Aber wenn der Linke konsequent ist, dann muss er argumentieren, dass alle Familien gleich sind, oder zumindest gleichwertig. Die Familie, die mit Vater, Mutter, 3 Kindern und Hund jedes Jahr gemeinsam in den Urlaub fährt und die Familie in der die alleinerziehende Mutter säuft und ihre Kinder schlägt.
Die letzten beiden Sätze klingen übertrieben? Sie spiegeln nur das Denken einer politischen Strömung, die Gesellschaften in denen Frauen keine Freiheitsrechte haben, in denen das Schlagen von Frauen als Ehrung der Frau gesehen wird, in denen Schwule von Hochhäusern und Juden aus dem Land geworfen werden, genau als gleichwertig mit der unseren anerkennt. Alles andere wäre Chauvinismus, Nationalismus, ja sogar Patriotismus.
Der Linke macht sich aber sorgen, dass ich unsere und damit seine Familie in den Dreck ziehe, in Verruf bringe. Er mag seine Familie wie sie ist, wo ich der einzige spürbare Ausreißer bin, der die gelebte Konsenskultur der Familie und ihr Selbstbild selbst schon dadurch durcheinander bringt, dass er da ist. Das interessante ist ja, dass ich genau weiß wo ich bei Familientreffen vielleicht besser den Mund halte, um des lieben Friedens Willen. Weder versuche ich vor Ort meine atheistischen Verwandten zu Christen zu machen, noch die Linken zu Konservativen, noch die Sozialisten zu Kapitalisten. Aber sie alle wissen, dass ich den politischen Konsens diesen Teils meiner Familie grundsätzlich verlassen habe und das stört das Grundvertrauen. Auch sie wollen ja eigentlich Frieden haben, also gibt es auch von ihren Seiten Themen über die sie ohne mich frei und ohne Probleme reden können, mit mir aber eher vermeiden. Ein Stück Freiheit ist eingeschränkt, ein Stück mehr muss wieder mehr Kontrolle da sein, mehr Verbote (wenn die Eltern zum Beispiel ihren Kindern verbieten etwas anzusprechen oder zu fragen).
Durch den in den letzten Jahren deutlich verschärften politischen Diskurs in Deutschland ist so in einem Teil meiner Familie die High-Trust-Gesellschaft ein Stück erodiert. Alles nur weil plötzlich mit mir ein neues Gedankengut mit dazu kam, dass mit den autochthonen Werten nicht komplett kompatibel ist. Das ist schade, im Rahmen einer kleinen Familie aber noch relativ harmlos. Wenn der Linke und der Rest der Linken jetzt noch verstehen, dass sich so etwas auch auf die Gesellschaft als Ganzes übertragen lässt, dann kommen wir vielleicht schon ein ganzes Stück weiter.

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