Sei Andrew Breitbart, oder das Video vom Windhauch

Ich habe einige Helden, die meisten sind noch nicht einmal erfunden (außer Iron Man), die meisten sind ganz reale Personen in Vergangenheit und Gegenwart, die außergewöhnliches geleistet haben, die es geschafft haben die großen und kleinen Ströme von Geschichte und Gesellschaft in andere Bahnen zu lenken. Einen meiner Helden habe ich leider erst kennengelernt, als er gerade gestorben war: Andrew Breitbart. Andrew Breitbart ist ein ganz außergewöhnlicher, amerikanischer Politaktivist, der im Alleingang eine komplett neue Dimension in die amerikanische Politik gebracht hat. Das ist seine Geschichte:

Andrew Breitbart begann seine Karriere in den USA als Linker, beziehungsweise als „liberal“ wie in den USA die eher linkslastigen genannt werden, die zum Beispiel Politikern wie Barack Obama oder Hillary Clinton hinterherhecheln. Sein erster großer Wurf im Journalismus war die Gründung der Huffington Post, gemeinsam mit Arianna Huffington, einer eher linken Online-Zeitung, die inzwischen auch in Deutschland einen Ableger hat. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass damals Arianna Huffington auch noch eher konservativ eingestellt war. Er wandte sich schließlich vom moderaten Wischi-Waschi ab und begann seinen Aktivismus, als er einen ganz persönlichen Hass auf die amerikanischen Mainstream-Medien entwickelte. Im tiefen Inneren dieser Medien hatte er erlebt, wie und nach welchen (meist politisch linken) Kriterien, politisch unerwünschtes entweder verschwand oder verzerrt wurde. Mit seinem Projekt Breitbart.com eröffnete er 2007 seinen Gegenentwurf eines Nachrichtenportals mit fairer, aber unverblümt konservativer, Berichterstattung. Meinung und Meldung waren klar getrennt, so wie wir es in Deutschland leider viel zu wenig sehen.

Vielfach trat Andrew Breitbart bei der amerikanischen Tea-Party-Bewegung als Redner und Unterstützer auf, konservative Sender wie Fox News luden ihn wiederholt als Kommentator ein und er gründete mit „Big Government“, „Big Journalism“ und „Big Hollywood“ spezialisierte Portale für die Beobachtung eines linksliberalen Medien- und Politikkomplexes, der, wie es auch bei uns bekannt ist, jede Abweichung vom erwünschten Denken als rechtsradikal, rassistisch etc. einstuft und Existenzen vernichtet. Aber Andrew Breitbart hat zurückgeschlagen. Eine Reihe von Videos die er veröffentlichte sorgten dafür, dass die linke Organisation ACORN ihre staatlichen Fördermittel verlor, nachdem diese in den Videos vor versteckter Kamera zwei Amateur-Journalisten in die Falle gegangen war, die angaben ein Bordell für inderjährige Mädchen eröffnen zu wollen. ACORN gab Tipps wie man das deichseln könne. Ebenso enttarnte er die dreiste Lüge einiger schwarzer Kongressabgeordneter, die 2010 behauptet hatten, dass konservative Demonstranten ihnen nicht weniger als 15 Mal das Wort „Nigger“ entgegengeschrien hätten. Breitbart hatte Aufnahmen des fraglichen Moments, das Wort war nicht einmal gefallen. Und dennoch übernahmen alle großen Sender und Zeitungen die Geschichte, ohne irgendwelche Beweise. Breitbart bot 100.000 Dollar für einen Schuldbeweis. Keiner kam, dafür zahlreiche neue Videos aus allen Blickwinkeln, auf keinem war das Wort „Nigger“ zu hören. Einer der großen Erfolge von Breitbart.

Andrew Breitbart hat die amerikanische Tea-Party mit einer mächtigen Waffe ausgerüstet: Der Handykamera. Jeder hat heute ständig eine Kamera dabei, die Tea Party hat gelernt, dass sie auch immer laufen muss. Es wird immer gelogen, immer verzerrt und immer erfunden, nur um irgendwie irgendwo den Vorwurf des Rassismus unterzubringen. In Deutschland ist es nicht viel anders, nur dass der Rassismus-Vorwurf einfach etwas weiter unter „Nazi“ eingebracht wird. Die AfD kann ein Lied davon singen. Und damit kommen wir zum Windhauch-Video. Ein taz-Journalist hat vor der Europawahl sein ganz eigenes Verständnis von Journalismus eingebracht und wollte Fakten schaffen, wo keine waren und ließ sich einfach mal Fallen als man ihn von einer AfD-Veranstaltung wegkomplimentieren wollte (wozu jede Partei Recht hat und wie sich gezeigt hat, aus gutem Grund). Dann schrie er nach der Polizei und in der taz erschien am nächsten Tag ein Artikel über den gewalttätigen Schubser der AfD-Sicherheit. Doch dann tauchte dieses Video auf:

https://www.youtube.com/watch?v=GppL75nLhOg

Wie man hier sieht war da entweder die Hand Gottes, ein fieser Windhauch oder feiges Simulantentum im Spiel. Die Medien haben es erstmal ungefragt übernommen. Es passte in den roten Faden, dass die AfD, da rechts von der CDU, quasi eine NSDAP 2.0 sein muss, mit Saalschutz natürlich. Es ist klar, dass die Richtigstellung keine große Verbreitung in den selben Medien fand. Es bleibt für alle konservativen und liberalen (das europäische „liberal“) eine Pflicht alles und jeden zu filmen. Aus jedem Winkel, aus jeder Entfernung. Seid Andrew Breitbar!

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